Vielleicht ist es gerade dieses Durcheinander aus derbem Humor, weit aufgerissener Gastfreundschaft und hanseatischer Melancholie, das „Inas Nacht“ so eigen macht. Am 16. Juli – ein Donnerstag, 22:50 Uhr, für Nachtschwärmer oder Leute, die das Alltägliche schon abgeschüttelt haben – wird die Staffel mit Barbara Schöneberger eingeläutet: Sie schwärmt über Schweden, staunt über Lärm und die Erkenntnis, wie angenehm gelegentlich Frauenrunden sein können. Typisch: Ausgerechnet Campino (ja, der von den Hosen) steigt zwischendrin ins Gespräch, erzählt, warum riskante Stunts heute zu riskant für ihn sind, was ihn an Cornwall fasziniert, und wie man als Deutscher höflich König Charles begegnet. Die Musik? Klar, auch die Hosen legen los – plus ein Debüt vom blutjungen Connor Skinner, und ein kurioses Duett von Schöneberger und Müller, das man sich vermutlich nachts um drei nochmal anschauen möchte.
Später im Staffelverlauf stehen illustre Namen wie Maria Furtwängler, Ex-Radstar Jan Ullrich, die Frier-Schwestern, Christian Ehring, Horst Lichter oder Andrea Berg auf der Gästeliste – gemischt wie ein wilder Kneipenabend. Seit dem Start 2007 ist „Inas Nacht“ ein TV-Phänomen mit Kultpotenzial: Über 215 Shows, abertausende Geschichten und mehr als 380 musikalische Gäste von Liam Gallagher bis Dua Lipa. Die Quote? Klettern auf Rekordhöhe (13,6 % Marktanteil zu Primetime! Das ist fernsehtechnisch ein Ritterschlag). Auch digital ballert der Laden: Millionen Abrufe in der Mediathek, warum auch nicht – die Mischung aus Promi-Talk und Hamburger Keller erinnert dann und wann an lange Nächte, in denen man nicht schlafen wollte.
Die Erfolgsformel zahlt sich aus: Grimme-Preis, Deutscher Comedypreis, Deutscher Fernsehpreis in Serie und der ECHO on top – das ist schon einiges an Lametta für eine Sendung, in der der Kiez, die Schnapsgläser und echte Gespräche so präsent sind wie der Applaus. Staffelauftakt: 16. Juli, spät und sicher nicht leise. Die Redaktion hat Nerven bewiesen und die Lichter in der Kultbar am Hamburger Hafen wieder angeknipst. Wer da schläft, ist selbst schuld.
Ina Müllers Late-Night-Talkshow 'Inas Nacht' beginnt ihre 19. Staffel mit Gästen wie Barbara Schöneberger und Campino – letzterer bringt sogar musikalische Verstärkung durch 'Die Toten Hosen' mit. Die Sendung hat nicht nur im linearen Fernsehen mit Rekordquoten überzeugt, sondern auch in der Mediathek Millionen erreicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Überraschend ist das konstante Interesse am Format: Trotz angejahrter Sendung bleibt die Mischung aus offenem Talk, Musik und hanseatischer Kneipenkultur aktuell, auch weil immer wieder interessante Gäste, darunter jüngere Musiker wie Connor Skinner, Platz finden – ein Beweis dafür, wie lebendig das Konzept trotz TV-Trends nach wie vor ist. Neuere Quellen berichten, dass populäre Talkformate weiterhin hohe Einschaltquoten verzeichnen und die Sehnsucht nach authentischen Gesprächsatmosphären wächst – besonders, wenn diese mit musikalischen Akzenten und spontanen Momenten angereichert werden. In verschiedenen Medien wird angesprochen, wie wichtig es ist, dass solche Formate nicht durch Perfektion, sondern gerade durch Ecken, Kanten und den Charme kleiner Fehler überzeugen.