Am 2. März 2026 versammelten sich auf dem sogenannten "Nanjing-Tag" in Stuttgart knapp 300 Vertreter aus Wirtschaft und Politik beider Länder. Organisiert von Nanjings Stadtregierung und dem chinesischen Generalkonsulat Frankfurt drehte sich alles um Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und, wenig überraschend, um das große Thema: Innovation. Die Vertreter betonten, dass sich durch Chinas aktuellen Innovationskurs ganz neue Möglichkeiten für gemeinsame Projekte ergeben. Interessant daran finde ich persönlich, dass sich die Erwartungen an Kooperation deutlich gewandelt haben – nicht mehr nur Handel, sondern gemeinsames Wachstum steht im Fokus, so jedenfalls der Tenor auf dem Podium.
Nanjings Oberbürgermeister Li Zhongjun hob hervor, wie sehr die beiden Volkswirtschaften voneinander profitieren, besonders im Technologiebereich. Das Handelsvolumen erreichte 2025 beachtliche 4,2 Milliarden Dollar – zumindest laut den offiziellen Zahlen. Das Signal war unverkennbar: Wer künftig erfolgreich ist, baut Brücken, keine Mauern.
Der Generalkonsul Huang Yiyang nutzte die Gelegenheit für einen eher nachdenklichen Moment: Gerade in dieser Ära globaler Unsicherheiten seien Stabilität und Verlässlichkeit die entscheidenden Währungen. Passend dazu bemerkte Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper, dass es um mehr als schöne Worte ginge – echte Zusammenarbeit sei gefragt. Was das konkret heißt: Unternehmen wie Bosch, Porsche und Mercedes-Benz setzen auf gemeinsame Projekte mit chinesischen Partnern – vom Automobilsektor bis zur Robotik.
Zuletzt: Auch Vertreterinnen aus der Stuttgarter IHK betonten, wirtschaftliche Bande sorgen nicht nur für gefüllte Auftragsbücher, sondern bringen auch die Menschen näher zusammen. Immer wieder fiel das Stichwort "Innovation" – fast schon gebetsmühlenartig. Dennoch bleibt der Gedanke hängen, dass trotz aller Unterschiede eines sicher ist: Deutschland und China kommen aneinander kaum vorbei, wenn es um Zukunftstechnologien geht.
In Stuttgart diente der diesjährige 'Nanjing-Tag' als wichtiger Begegnungsraum für die deutsch-chinesische Wirtschaftselite. Handel und Innovation, vor allem in der Automobil- und Robotikbranche, waren die dominierenden Themen. Angesichts geopolitischer Herausforderungen wiesen die Teilnehmer immer wieder auf die Notwendigkeit von Vertrauen und beständiger Zusammenarbeit hin. Frischere Nachrichtenquellen aus den letzten Tagen deuten darauf hin, dass die Partnerschaft zwischen Deutschland und China trotz aktueller geopolitischer Spannungen weiter ausgebaut wird: Insbesondere im Rahmen von Direktinvestitionen und nachhaltigen Initiativen im Technologiebereich bleibt der Austausch lebendig. Chinesische Tech-Investitionen in deutschen Unternehmen nehmen weiter zu, gerade im Bereich Digitalisierung (siehe Faz.net). Zusätzlich finden auf Landesebene laufend Diskussionsrunden statt, wie hier in Baden-Württemberg, um neue industrieübergreifende Innovationsmodelle zu entwickeln (vgl. Zeit.de). Gleichzeitig sind die deutschen Exporte nach China trotz schwächelnder Weltkonjunktur stabil geblieben, wobei der Mittelstand neue Wege in der Nachhaltigkeits- und Robotik-Kooperation sucht (siehe t3n.de).