Laut Aussagen gegenüber 'Tagesspiegel Background' hebt Panter hervor, dass VW ohne Zwickau einen wichtigen Pfeiler seiner E-Mobilitätsstrategie verlieren würde. Nicht vergessen: Das Werk und die Belegschaft in Sachsen seien, so Panter, ein Paradebeispiel für Effizienz und Innovationskraft innerhalb des Konzerns. Die Kostenoptimierung in Zwickau ist laut Minister bereits für 2025 umgesetzt, 2026 peile man weitere Einsparungen an. Interessant dabei – häufig wird das Werk in Bratislava als Referenz genannt. Stimmt zwar: Die Slowakei punktet mit höheren reinen Fahrzeugkosten, aber zieht man externe Dienstleister mit ein, überflügelt Zwickau die Konkurrenz in Sachen Arbeitsproduktivität und schlägt national alle anderen Autowerke um knapp ein Drittel. In Kürze stellt sich VW-Chef Oliver Blume direkt den Fragen der Zwickauer Belegschaft. Nach turbulenten Debatten erhofft sich Panter nun Sachlichkeit und kluge Entscheidungen bezüglich des Standorts. Blume vermeidet eine Schließungsdebatte und spricht lieber von 'smarteren Alternativen' – was auch immer das im Endeffekt heißt.
Sachsens Wirtschaftsminister Panter pocht darauf, dass das VW-Werk Zwickau im Konzern schwer zu ersetzen ist, weil es beim konzernweiten Wandel zur E-Mobilität eine Vorreiterrolle übernommen hat. Die Belegschaft in Zwickau selbst sorgt sich aktuell um die Auslastung, nachdem VW angekündigt hat, die Produktion von zwei E-Modellen zurückzufahren, was die Unruhe weiter verstärkt hat. Aktuelle Berichte zeigen, dass neben unternehmensinternen Themen wie Kostendruck und Effizienz auch geopolitische Unsicherheiten und der stark schwankende Absatz von E-Autos einen wachsenden Druck auf Zwickau ausüben. Die Landespolitik signalisiert Rückhalt, doch es geht weniger um romantischen Rückblick als um knallharte Zahlen und Perspektiven – Zwickau muss weiter liefern, sonst drohen tatsächlich Einschnitte, trotz aller Produktivitätsstatistiken.