Justizsenatorin Badenberg: Plagiatsverdacht bei Dissertation – Jetzt wird geprüft

Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) sieht sich mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert und hat nun selbst eine Prüfung ihrer Dissertation veranlasst.

heute 07:59 Uhr | 2 mal gelesen

Diverse Medien, unter anderem der "Tagesspiegel", berichten darüber, dass die Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg ins Visier der Plagiatsjäger geraten ist. Der österreichische Kommunikationswissenschaftler Stefan Weber, dessen Name in Sachen Plagiat mittlerweile fast so geläufig ist wie Tempo bei Taschentüchern, hat laut einem öffentlich gewordenen Gutachten angeblich mehr als 80 abgeschriebene Stellen in Badenbergs Doktorarbeit identifiziert – kurioserweise sogar in der Danksagung, die doch meistens als persönliche Handschrift gilt. Badenberg selbst beharrt darauf, bei der Anfertigung nach "bestem Wissen und Gewissen" gehandelt zu haben. Aus eigenem Antrieb – zumindest klingt es so – bat sie jetzt die Uni Köln, ihr wissenschaftliches Werk unabhängig unter die Lupe zu nehmen. Ob und welche Textschnipsel tatsächlich jenseits der erlaubten Zitierkunst liegen, das soll nun im Rahmen dieses formellen Prüfverfahrens beurteilt werden. Typisch deutsche Gründlichkeit, könnte man sagen. Interessant bleibt, wie sie selbst diesen Verdacht in der Öffentlichkeit aushält – schließlich ist so ein Vorwurf schwer wie Blei.

Die gegen Felor Badenberg gerichteten Plagiatsvorwürfe haben eine breite Debatte über Wissenschaftsethik und politische Verantwortung ausgelöst. Trotz mehr als 80 angeblicher Plagiatsstellen, wie von Stefan Weber dokumentiert, betont Badenberg ihre Integrität und verweist auf eine unabhängige Überprüfung durch die Universität zu Köln. Aktuell steht noch kein Ergebnis fest, aber das Thema schlägt politisch und medial hohe Wellen, gerade vor dem Hintergrund vergleichbarer Fälle anderer Politiker:innen in den letzten Jahren. Neue Entwicklungen der letzten 48 Stunden zeigen, dass die Opposition eine umfassende Transparenz einfordert und die Koalition vorsichtig ist, frühzeitig zu urteilen. In den Medien wird auch diskutiert, welche Auswirkungen das Ergebnis auf Badenbergs politische Zukunft haben könnte, während gleichzeitig auf die strukturellen Schwächen der Wissenschaftskontrolle an deutschen Universitäten verwiesen wird.

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