Man muss sich einmal vorstellen: 1901, das Badezimmer bei den meisten Menschen nicht mehr als eine Fantasie. Gekocht wurde das Wasser für die Körperpflege auf dem Herd, gewaschen sich selten und schon gar nicht im eigenen Wellnesstempel – vielmehr in Schüsseln neben dem Küchenherd. Heutzutage kaum vorstellbar, aber damals war der Gedanke an eine private Dusche purer Luxus, den sich höchstens wohlhabende Bürger leisten konnten. An diesem Wendepunkt taucht Hans Grohe auf, gründet 1901 in Schiltach eine kleine Werkstatt – und fängt an, Brausen und Abläufe zu entwickeln. So einen Riecher für gesellschaftliche Trends hätte man heute gern.
Während Deutschland urbanisiert, entdeckt Hans, wie sehr das Badezimmer den Alltag verändern könnte. Man merkt, Innovationsgeist kennt kein Alter: 1953, da ist Grohe schon beeindruckende 82, sorgt er nochmal für einen Paukenschlag – die stufenlos verstellbare Duschstange. Für Groß und Klein, für Hände frei oder lieber in Griffnähe, für Komfort in allen Lebenslagen. Amüsant: Heute zählt das zum Standard, aber damals? Völlig neu gedacht.
Schnitt: 1970. Die Bäder der Republik wirken irgendwie wie Lazarette – alles weiß, alles steril. Das Team in Schiltach wagt Farbe, holt Designer ins Boot. Plötzlich leuchtet es orange, rot, blau – ein Statement! So wird Zweckmäßigkeit zum Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, längst selbstverständlich, aber eigentlich eine Hansgrohe-Idee.
In den Achtzigern dann der (vorlaufende) Gedanke an Ressourcenschonung: 1987 gibt es bei Hansgrohe bereits sparsame Handbrausen. Eine Reaktion auf den zunehmenden Umweltgeist, aber auch erstaunlich progressiv für die Zeit. 2003 dann die Revolution: 3-Liter-Handbrause – inspiriert vom 3-Liter-Auto, inklusive bewussterer Umgang mit Wasser. Genuss muss nicht verschwenderisch sein, findet man im Schwarzwald.
Mit Beginn der 2000er schleichen sich Erlebnisduschen – Regenduschen! – ins Portfolio und lösen eine regelrechte Bewegung aus. Die Dusche wird zum Erlebnis, nicht mehr nur Ritual. Das hat den Markt nachhaltig geprägt, weltweit sogar.
Heute, 125 Jahre nach Firmengründung, ist das Badezimmer längst zu einer Art Rückzugsort geworden. Hansgrohe liefert Innovationsgeschichten, farbige Akzente, Nachhaltigkeitsgedanken und Technik, die Komfort und Verantwortung verbindet. Und ein bisschen Schwarzwald steckt seither in zahllosen Badezimmern rund um den Globus.
Hansgrohe, ein Unternehmen mit Sitz im Schwarzwald, hat das Badezimmer im Laufe seines 125-jährigen Bestehens maßgeblich mitgestaltet. Von der Erfindung der höhenverstellbaren Duschstange bis hin zu Regen- und Sparbrausen hat die Firma Trends gesetzt, die heute selbstverständlich erscheinen. Die Hansgrohe Group ist heute international aktiv, setzt konsequent auf Nachhaltigkeit und will bis 2030 alle Produkte mit Wasserspartechnologie ausstatten.
Aktuelle Entwicklungen zeigen: Die Sanitärbranche in Deutschland wird durch Digitalisierung und den Nachhaltigkeitstrend neu geprägt. Hansgrohe investiert seit Kurzem verstärkt in smarte Steuerungssysteme, die den Wasserverbrauch analysieren und anpassen. Ebenso wächst die Nachfrage nach barrierefreien Badlösungen, was Hansgrohe zum Vorreiter bei altersgerechten Produkten macht. Branchenberichte heben hervor, dass das Unternehmen im Wettbewerb um innovative Materialien und Kreislaufwirtschaft führend bleibt. Zudem wurde der Umsatz durch den anhaltenden Trend zum Home-Wellness-Design trotz spürbarer Konjunkturunsicherheiten weiter gesteigert.