Ein neuer Report der Vereinten Nationen rückt die Ozeane in ein besonders düsteres Licht: Der Meeresspiegel steigt nicht nur, er tut das in wachsendem Tempo – innerhalb von zehn Jahren hat sich das Tempo sogar verdoppelt. Die UN sprechen ungeschönt von einem 'verheerenden Befund'. Die Ursachen? Altbekannt, aber immens – Umweltgifte, Überfischung, Plastik, das sich in allen erdenklichen Winkeln sammelt. Das alles führt zu einer bislang ungekannten Beschleunigung beim Artensterben, insbesondere in jenen Teilen der Meere, die besonders sensibel auf Temperaturveränderungen reagieren. Rund 600 Fachleute aus 86 Ländern haben für die Untersuchung zwischen 2021 und 2025 Zahlen, Trends und wissenschaftliche Daten zusammengetragen und erneut ein Bild gezeichnet, das keinen Platz für falsche Hoffnung lässt: Die Ozeane leiden – und zwar, drastischer als vor fünf Jahren angenommen.
Offenbar hat unser Wissen über den Zustand der Meere zwar zugenommen, aber in Sachen Tiefsee etwa tappen wir weiter häufig im Dunkeln. Bloß 27 Prozent des Meeresbodens gelten als ausreichend erforscht. Indessen heben die UN auch positive Tendenzen hervor: Der gerade in Kraft getretene Vertrag zum Schutz der Hohen See setzt erstmals verbindliche Standards für Meeresgebiete jenseits nationaler Grenzen. Trotzdem zerfasern die Regulierungen oft an Länder- oder Zuständigkeitsgrenzen. "Wir behandeln das Meer, als könnten wir ewig nehmen und nie geben", kritisiert UN-Generalsekretär António Guterres, "aber dieser Mythos hält sich nicht mehr lange."
Der aktuelle UN-Bericht unterstreicht die Dringlichkeit: Der Meeresspiegel steigt seit 2015 nicht mehr nur um zwei Millimeter pro Jahr, sondern mittlerweile mit über vier Millimetern doppelt so schnell. Besonders beunruhigend ist, dass ein Sechstel der gesamten Ozeanerwärmung seit 1955 in den letzten sechs Jahren stattfand. Noch immer klafft eine riesige Wissenslücke – bislang sind nur knapp ein Drittel des Meeresbodens tatsächlich kartografiert und in der Tiefsee bleibt vieles im Ungewissen. Der Hohe-See-Vertrag, erneuerte Abkommen und ökologische Initiativen setzen wichtige Akzente, reichen aber nicht aus, um die fragmentierte Verwaltung der Ozeane zu überwinden und nachhaltigen Schutz durchzusetzen. Ergänzend führen neue Recherchen aus seriösen Quellen an, dass die Ozeanerwärmung verheerende Folgen für Küstenbewohner, kleinere Inselstaaten sowie die weltweite Ernährungssicherheit hat. Die jüngste Berichterstattung zeigt auch, dass Extremwetter-Ereignisse, von Überschwemmungen bis hin zu Meeres-Hitzewellen, immer häufiger und massiver auftreten, was unmittelbar auf die rapide Erwärmung und den Anstieg der Ozeane zurückzuführen ist. Darüber hinaus berichten internationale Nachrichtenportale davon, dass globale Gipfeltreffen und Protestbewegungen wachsenden Druck auf Regierungen und Wirtschaft ausüben, endlich verbindliche Zusagen zur Reduktion von CO2 und zum Schutz maritimer Lebensräume einzuhalten.