Apokalypse in Stuttgart: Roland Emmerich live auf der Bühne

Wenn jemand weiß, wie man die Welt im Kino untergehen lässt, dann ist es Roland Emmerich. Am 8. Mai 2026 trifft der „Meister der Katastrophenfilme“ im Schauspiel Stuttgart auf Michael Steinbrecher – ein Abend voller Einblicke, Anekdoten und ein bisschen Hollywood-Glanz mitten in Baden-Württemberg.

heute 11:23 Uhr | 2 mal gelesen

Nun, wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Stuttgarter Junge Hollywoods größter Weltzerstörer wird? Am 8. Mai trifft Roland Emmerich in der zweiten Auflage der Gesprächsreihe von SWR Kultur und Schauspiel Stuttgart auf Michael Steinbrecher. Und, Achtung: Das Gespräch verspricht mehr als nur gängige Fragen – Emmerich, der mit Filmen wie „Independence Day“ und „The Day After Tomorrow“ dafür sorgt, dass im Kino ordentlich was zu Bruch geht, spricht über seine Faszination für das Spektakel, warum Katastrophen ihm kreativen Rückenwind geben und welches Kopfkino ihn heute antreibt. SWR-Intendant Kai Gniffke hält nicht viel von Understatement: Für ihn ist es ein besonderes Ereignis, einen so erfolgreichen Regisseur aus dem Süden nach Hause zu holen. Die Lust auf Geschichten, die größer sind als das Leben – darüber berichtet Emmerich persönlich, der sich selten vor deutschen Live-Publikum äußert. Schauspiel-Intendant Kosminski freut sich spürbar, einen solchen Weltstar auf seiner Bühne zu wissen – erst recht, da Emmerich nicht nur Blockbuster fürs Massenpublikum, sondern immer auch starke Themen umsetzt. Nach dem Talk gibt's noch mehr zum Schauen: Die SWR-Doku „Meister der Apokalypse“ nimmt die Zuschauer*innen mit hinter die Kulissen seines Erfolgs. Persönliche Erinnerungen von Emmerich, Rückblicke auf seine ersten Kurzfilme – und der Weg vom süddeutschen Student zum Macher internationaler Kassenschlager. Für Cineasten, Neugierige und alle, die sich fragen, wie viel von einem selbst in einem Erdbeben steckt. Das Gespräch landet (natürlich frisch aufgezeichnet) am 16. Mai auch im SWR Kultur-Programm. Wer es verpasst, kann in der ARD Audiothek unter neuem Namen stöbern. Ach, und der Kartenverkauf läuft bereits – günstig für Studierende, fix für Fans. Mehr Infos und Tickets gibt's auf der Webseite vom Schauspiel Stuttgart. Es könnte sein, dass nach diesem Abend in Stuttgart nicht nur der Himmel im Film brennt, sondern auch viele neue Ideen funken.

Dieses Live-Gespräch mit Roland Emmerich ist mehr als bloßes Glamour-Tamtam: Es gewährt seltene, persönliche Einblicke in die beruflichen wie kreativen Antriebe eines der einflussreichsten deutschen Filmemacher. Was viele nicht wissen: Emmerich, als Kind der Region, schaffte den Sprung nach Hollywood hartnäckig und mit einer Mischung aus Sturheit und idealistischer Vision. Jenseits des Spektakels geht es auch um die Entwicklung des Genres, seine Wahrnehmung von Weltenzerstörung als künstlerisches Werkzeug und – so liest sich in anderen Berichten – um seine Kritik daran, dass deutsche Filmförderung selten Blockbuster-Spirit fördert. Neue Details aus der jüngsten Netzrecherche bestätigen: Emmerich engagiert sich verstärkt für die europäische Filmbranche; in jüngeren Interviews äußert er Sorge über die „Amerikanisierung“ der Bildsprache weltweit. Außerdem, so ein Beitrag in der taz, wird auch die Rolle von Katastrophen beim Publikumserfolg analysiert (Stichwort: Apokalypse als Spiegel gesellschaftlicher Ängste). Auf faz.net steht, dass sich Emmerich im aktuellen Diskurs auch zu politischem Storytelling einlässt, insbesondere zu Klimathemen – das Thema „The Day After Tomorrow“ wird neu eingeordnet, angesichts aktueller Debatten um Umweltkrisen. Und übrigens: In deutschen Kulturmedien wird erwartet, dass das Gespräch nicht nur ein Starporträt, sondern ganz im Sinne der Gesprächsreihe, einen nachdenklichen Bogen zu Digitalisierung, Kinozukunft und Kreativität im Krisenzeitalter schlägt.

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