Bahnchefin Palla legt Sparkurs vor: 500 Millionen jährlich weniger an der Spitze

Vor nicht allzu langer Zeit hat Evelyn Palla als neue Chefin bei der Bahn das Steuer übernommen – nun läutet sie schon eine strenge Sparrunde im Führungsetage ein: halbe Milliarde Euro pro Jahr weniger.

heute 12:02 Uhr | 5 mal gelesen

Kaum im Amt, schon wirbelt Evelyn Palla ordentlich Staub beim Bahnkonzern auf. Laut Focus-Informationen erklärte sie auf dem Unternehmens-Neujahrsempfang am Montag in Berlin, dass sie beabsichtigt, in der Konzernzentrale jährlich 500 Millionen Euro einzusparen. Ob das sanfte Streichen oder Kahlschlag bedeutet, darüber wird hinter den Kulissen noch lebhaft diskutiert. Interessant: Bereits in der vergangenen Woche hatte Aufsichtsratschef Werner Gatzer angekündigt, dass rund ein Drittel der Stellen in Führungspositionen wegfallen sollen. Wobei – zwischen den Zeilen klingt das auch ein bisschen nach Signal an die Politik, dass man sich der „Einspar-Aufgabe“ stellt. Parallel dazu fährt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder ein separates Programm auf: Mit 50 Millionen Euro soll es 2024 mehr Sicherheit und Sauberkeit an deutschen Bahnhöfen geben – wobei sich mancher fragt, ob neue Seife und Kameras wirklich die Pünktlichkeit der Züge steigern. Übrigens: Das Problem mit den vielen Baustellen bleibt. Bereits 2026 will die Bahn die Zahl der Baustellen von heute 24.000 auf rund 26.000 erhöhen. Klingt fast so, als würde immer irgendwo gebaut, bloß nicht am großen Durchbruch.

Deutschlands Bahn erlebt derzeit einen radikalen Sparkurs unter neuer weiblicher Führung: Evelyn Palla, erst seit Oktober an der Spitze, will allein im Führungsbereich der Bahn jährlich 500 Millionen Euro reduzieren – konkret stehen bei jedem dritten Top-Job in der Zentrale die Zeichen auf Abschied. Gerade vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Lage und häufiger Kritik am Unternehmen (Verspätungen, mangelnde Sauberkeit und Sicherheit) ist diese Maßnahme ein deutliches Signal an Politik und Öffentlichkeit. Ergänzt wird das Sparprogramm durch ein Sauberkeits- und Sicherheitsprojekt in Bahnhöfen, von dem insbesondere die Alltagsnutzer profitieren sollen; trotzdem bleiben die eigentlichen Kernprobleme – wie die schiere Masse an Baustellen und deren Auswirkungen auf die Pünktlichkeit – weitgehend ungelöst. Aktuelle ergänzende Recherche zeigt: Laut aktuellen Medienberichten gibt es innerhalb der Bahn wachsende Unruhe über die geplanten Personalkürzungen, da befürchtet wird, dass gerade wichtige Schnittstellen für Innovation oder Organisation verloren gehen könnten. Parallel dazu sorgen die intensiven Baustellen für steigende Kosten und Frust bei den Fahrgästen, die für 2025 und 2026 mit weiteren Einschränkungen rechnen müssen. Zuletzt wird in einigen Kommentaren besonders hervorgehoben, dass zwar die symbolische Wirkung des Sparkurses groß sei, aber nachhaltige Verbesserungen im Bahnsystem einen langfristigeren und stärker strukturellen Wandel benötigen würden (Antwortmix aus Berichten von Tagesschau, Süddeutsche und Zeit).

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