Biontech-Pioniere wagen Neuanfang – Fokus auf Künstliche Intelligenz und frische mRNA-Therapien

Nach Jahren im Rampenlicht der Biotech-Branche ziehen sich Ugur Sahin und Özlem Türeci aus der Biontech-Führung zurück. Stattdessen planen sie, mit einer neuen Firma die mRNA-Forschung in Verbindung mit KI auf ein völlig neues Level zu heben.

heute 11:57 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal, so scheint es, kommt das Leben in Wellen. Ugur Sahin und Özlem Türeci – die Gesichter hinter Biontechs Raketenstart während der Pandemie – haben angekündigt, sich Ende 2026 aus der aktiven Unternehmensleitung zurückzuziehen. Ein 'Abschied light', wie sie betonen, denn ihr Herz schlägt weiterhin für Innovation und Forschung, weniger für das reine Pharma-Tagesgeschäft, das Biontech längst eingeholt hat. Ihre Pläne klingen fast nach einer notwendigen Rückkehr zu den Wurzeln: nicht als Bruch, sondern als bewusste Weiterentwicklung. Türeci sagte mit einem Augenzwinkern: 'Manchmal muss man loslassen, um wieder richtig loslegen zu können.' Die beiden Forscher wollen ein neues Unternehmen ins Leben rufen, bei dem sie ihre Stärken – das Entdecken, Forschen, Über-Das-Offensichtliche-Hinaus-Denken – ausspielen können. Ihr Ziel klingt nach Science-Fiction, ist aber sehr real: Die nächste Generation von mRNA-Behandlungen, noch intelligenter gemacht durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Sahin spricht von Raum, 'der noch gar nicht bespielt wurde.' Mit schlauen Algorithmen und riesigen Datenmengen wollen sie maßgeschneiderte Therapien ermöglichen, viel gezielter als bislang. Dabei bleibt der Kontakt zu Biontech erhalten, sei es als Großaktionäre (15 Prozent!), als Gesprächspartner – oder vielleicht sogar Kooperationspartner. "Wir gehen, aber wir gehen nicht ganz." Irgendwie beruhigend, oder?

Sahin und Türeci, bisherige Köpfe bei Biontech, verabschieden sich 2026 aus Vorstand und Führungsetage, um sich künftig mit einer neuen Firma ganz der forschungsorientierten Entwicklung von mRNA-Therapien – gepaart mit Künstlicher Intelligenz – zu widmen. Dieser Schritt markiert einerseits einen Wandel bei Biontech in Richtung klassisches Pharmageschäft, andererseits aber auch den Aufbruch zu medizinischer Innovation, wie sie im Grenzbereich von Biotechnologie und moderner Data Science möglich ist. Neueste Berichte aus dem Online-Magazin Science.org und aktuellen Branchennews betonen, wie die Verbindung von KI und mRNA die Entwicklung individueller Arzneien beschleunigen und verbessern könnte – nicht nur gegen bekannte Krankheiten, sondern auch auf bislang wenig beachteten medizinischen Feldern wie seltener Krebs oder Autoimmunstörungen.

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