Innerhalb von zwölf Monaten sammelte sich auf dem besonderen ‘Schuldentilgungskonto’ des Bundes ein überraschend hoher Betrag: 123.107,69 Euro – das sind beinahe 50.000 Euro mehr als im Jahr davor. Diese Zahl veröffentlichte das Bundesfinanzministerium laut 'Stern'. Kurzer Rückblick: Seit der Kontoeröffnung 2006 hat sich insgesamt eine Summe von etwa 1,7 Millionen Euro angesammelt – verglichen mit dem gigantischen Schuldenberg der Bundesrepublik von rund 1,8 Billionen Euro allerdings kaum mehr als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein. Die eingegangenen Spenden tauchen übrigens offiziell im Bundeshaushalt auf, speziell im Einzelplan 32, wo sie zweckgebunden für Schuldentilgung verbucht werden.
Eine kleine Kuriosität: Würde sich das Tempo der vergangenen Jahre fortsetzen und der Bund keinerlei neue Kredite aufnehmen, wären die Staatsschulden in über 21 Millionen Jahren getilgt. Mal ehrlich, das schafft kein Mensch! Die Bandbreite der gespendeten Beträge reichte 2025 von einem einzelnen Cent bis zu beachtlichen 24.000 Euro. Warum Menschen dem Staat freiwillig Geld für solch einen Zweck überweisen – dazu wollte oder konnte das Ministerium keine Erklärungen liefern. Vielleicht steckt da Idealismus hinter, vielleicht Sarkasmus. Ehrlich gesagt: Ich schwanke je nach Tagesform zwischen Bewunderung und ungläubigem Staunen.
Ein kurioses Kapitel deutscher Finanzgeschichte: Per Schuldentilgungskonto können Bürger seit 2006 freiwillig Geld an den Bund zur Schuldentilgung überweisen. Im Jahr 2025 kam so ein Rekordbetrag von über 123.000 Euro zusammen – mit Steigerung zum Vorjahr. Trotz nobletten Engagements bleibt der Effekt angesichts von aktuell etwa 1,8 Billionen Euro Bundesschulden minimal. Die Motive der Menschen, sich finanziell an der deutschen Haushaltssanierung zu beteiligen, bleiben im Dunkeln; im Internet finden sich jedoch teils launige Diskussionen rund um das Thema, häufig flankiert von politischer Kritik an Schuldenpolitik und Sparzwang. Laut taz-Debatte etwa bleibt die Frage, ob freiwillige Bürgerbeteiligung am Schuldenabbau überhaupt einen systemischen Wert hat, während neoliberale oder soziale Haushaltsdebatten weiter toben. Interessant daneben: Im Zuge jüngster Haushaltskürzungen und Steuerdebatten wird das Thema Schuldenabbau immer wieder neu ausgehandelt, etwa in der aktuellen Diskussion um die Einhaltung der europäischen Schuldenbremse.