Kölner Hoffnung keimte dann erst spät auf, als Kamiński in der Schlussphase verkürzte – aber wie so oft in solchen Spielen fehlte der letzte Punch. Besonders bitter: Köln musste nach Simpsons-Puseys Platzverweis mit einem Mann weniger kämpfen. Dortmund verteidigte nun überschaubar, bugsierte die knappe Führung über die Zeit, der Schlusspfiff kam wohl zum richtigen Moment. Für den BVB fühlte sich das nach Erlösung an, nach Wochen der Sucherei ein bitter nötiger Dreier. In Köln dagegen mischte sich Frust unter die Fans – die Lage im Tabellenkeller bleibt angespannt, und dringend braucht es Punkte für den Klassenerhalt. Und apropos: Elf Punkte trennen Dortmund und die Bayern – also irgendwie... alles wie gehabt, oder?
Dortmund holte mit dem 2:1-Auswärtssieg in Köln drei wichtige Punkte und beendet damit eine kleine Durststrecke. Das Spiel war, nun ja, typisch für klamme Bundesligawochen: viel Kampf, durchwachsene Chancen und am Ende reicht die abgezockte Effektivität der Dortmunder gegen einen wackeren Gastgeber, der sich nach dem Platzverweis zu zehnt auflehnte, aber nicht mehr belohnen konnte. Neuere Berichte beschreiben, dass der BVB unter Trainer Terzić aktuell vor allem auf defensive Stabilität und schnelle Umschaltaktionen setzt; diese Taktik geht aber nur auf, wenn vorn die wenigen Chancen genutzt werden, wie es an diesem Abend – zugegeben schmucklos – gelang. Und ganz aktuell berichten zahlreiche Sportportale von einem wackligen, aber vielleicht wegweisenden Befreiungsschlag, der für Dortmund wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer in Richtung Champions League-Qualifikation gibt.