Die Bundeswehr hält sich klar von amerikanischen KI-Modellen fern und legt vielmehr Wert auf technologische Autonomie. Laut Generalmajor Setzer stehen aktuell besonders Systeme aus Deutschland oder Europa im Fokus, ein entscheidendes Signal für Eigenständigkeit und strategische Unabhängigkeit. Bis zum Jahr 2029 sollen zudem die notwendigen IT-Infrastrukturen geschaffen werden, um Künstliche Intelligenz effektiv im militärischen Kontext zu nutzen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in den USA derzeit eine heftige Debatte darüber läuft, welche KI-Systeme im Verteidigungsbereich überhaupt eingesetzt werden sollen – und welche Risiken damit einhergehen. Ein kritischer Punkt bleibt die Datenhoheit: Die Bundeswehr will vermeiden, sicherheitskritische Daten in fremde Hände zu geben. Gleichzeitig besteht die Herausforderung darin, überhaupt konkurrenzfähige, lokale Alternativen zu globalen Marktführern wie OpenAI zu entwickeln. In jüngster Vergangenheit wurde aus mehreren Quellen, darunter die Süddeutsche Zeitung und das Handelsblatt, zudem eine steigende Nervosität innerhalb Europas hinsichtlich möglicher Abhängigkeiten von US-Tech-Firmen konstatiert. Ergänzend finden aktuell in Deutschland erste, wenn auch sehr vorsichtige Pilotprojekte für KI im sicherheitsrelevanten Bereich statt.
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