Caren Miosga diskutiert: Digitale Übergriffe auf Frauen – Wie sieht effektiver Schutz aus?

München – Mitten in der digitalen Gegenwart stellt sich die Frage: Wie können Frauen im Netz besser vor Angriffen geschützt werden? Die Zunahme digitaler Gewalt, von Deepfakes bis Identitätsklau, trifft vor allem Frauen und offenbart rechtliche Lücken. Am Sonntagabend bringt Caren Miosga genau dieses Thema auf die große Bühne.

heute 14:32 Uhr | 4 mal gelesen

Seit einiger Zeit macht Collien Fernandes kein Geheimnis mehr daraus, wie massiv sie digitaler sexualisierter Gewalt ausgesetzt ist – ihr Fall sorgt nun erneut für öffentliche Empörung, aber auch für Aufbruchstimmung: Endlich wächst der politische Druck, diese düstere Seite des Netzes entschlossener anzugehen. Digitale Gewalt reicht von gefälschten Profilen, Identitätsdiebstahl bis zu Deepfake-Pornos – und betrifft weltweit unzählige Menschen, besonders Frauen. Noch wirkt der Justizapparat hier oft hilflos. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will jetzt mit neuen Gesetzen gegensteuern und längst offenbare Gesetzeslücken endlich schließen. Doch: Kann ein neues Gesetz tatsächlich das Problem lösen? Wieso ist die Politik so spät aufgewacht? Und wäre Prävention nicht vielleicht genauso entscheidend wie jede Strafandrohung? Darüber wird am Sonntag live gesprochen, mit Menschen, die betroffen sind, politisch zuständig oder durch ihre journalistische Arbeit tief im Thema stecken.

In der Runde sitzen:

  • Stefanie Hubig (SPD, Bundesjustizministerin)
  • Collien Fernandes (Moderatorin und betroffene Stimme im Thema digitale Gewalt)
  • Ronen Steinke (Leitender Rechtspolitik-Redakteur der Süddeutschen Zeitung)

Pressekontakt und weitere Informationen gibt es wie gewohnt über die ARD-Pressestelle oder via ard-foto.de für Bildmaterial.
Bei Fragen zu Caren Miosga direkt, wenden Sie sich an Stephan Clausen.

Originalbeitrag: ARD / Das Erste via news aktuell
http://ots.de/5f4a9b

Das Thema: Digitale Gewalt gegen Frauen ist kein abstraktes Medienphänomen mehr, sondern längst alltägliche Realität – vor allem, wenn es um intime Deepfakes oder Identitätsklau geht, wie aktuell der Fall Fernandes beweist. In der politischen Diskussion ist der Ruf nach neuen Gesetzen laut geworden, Bundesjustizministerin Hubig möchte diese Lücken nun mit einem konkreten Gesetzesvorschlag schließen. Allerdings bleibt zu fragen, ob Gesetze alleine genügen – oder ob es nicht ebenso notwendig ist, tief verwurzelte gesellschaftliche Stereotype auszuräumen, digitale Medienkompetenz schon in Schulen zu stärken und Plattformen stärker in die Pflicht zu nehmen. Recherchen der letzten Stunden zeigen, dass die Debatte im internationalen Kontext ähnlich geführt wird; Beispiele aus Frankreich und Großbritannien etwa zeigen härtere Gangarten gegen Cybergrooming und Deepfake-Delikte. Plattformbetreiber wie Meta und X geraten zunehmend unter politischen Druck – für viele mutet es dennoch als zögerlicher Wandel an. Kernthema bleibt, wie strukturelle und technische Präventionsmaßnahmen mit juristischen Schritten sinnvoll verzahnt werden können.

Schlagwort aus diesem Artikel