CDU lässt Präsidiumstreffen in Magdeburg vor Landtagswahl platzen

Kurz vor der wichtigen Wahl in Sachsen-Anhalt streicht die Parteiführung der CDU überraschend das geplante Treffen in Magdeburg – der Wahlkampf bekommt Vorrang.

heute 07:02 Uhr | 12 mal gelesen

Eigentlich sollten sich die Spitzenleute der CDU Ende August in Magdeburg zu einer Präsidiumsklausur versammeln. Doch nun ist alles anders gekommen. Laut Berichten, die unter anderem auf den 'Spiegel' zurückgehen, hat vor allem Ministerpräsident Sven Schulze darauf gedrängt, dass die Partei die eigenen Kräfte lieber auf den anstehenden Wahlkampf bündelt. Wer will schon, dass die Aufmerksamkeit plötzlich auf interne Debatten fällt, statt auf diejenigen, die den Wahlkampf führen? Die Bundes-CDU hat nachgelegt und das Treffen offiziell abgeblasen. Hintergrund: Die AfD setzt sich in den aktuellen Umfragen mit eisigem Abstand an die Spitze, während Schulzes CDU hinterherhinkt – da will man keine weiteren Störgeräusche von oben. Intern wurde wohl befürchtet, dass eine medienwirksame Bundesveranstaltung der CDU zur Unzeit eher zusätzliche Kritik hervorruft und Ferienfotos aus Magdeburg den Wahlkämpfern vor Ort kaum helfen würden. Stattdessen, so hört man aus Berlin, werde Merz persönlich und auch andere Spitzenleute nach Sachsen-Anhalt reisen, um vor Ort Präsenz zu zeigen. Die Botschaft: Jetzt zählt der Zusammenhalt und der direkte Draht zu den Wählern – selbst wenn das bedeutet, Pläne kurzfristig über den Haufen zu werfen.

Die CDU-Führung hat ihre für Ende August geplante Präsidiumsklausur in Magdeburg abgesagt. Nach parteiinternem Druck, insbesondere von Ministerpräsident Sven Schulze, solle die volle Aufmerksamkeit dem Landtagswahlkampf gelten. Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund, dass die AfD in Sachsen-Anhalt derzeit in allen großen Umfragen signifikant vorne liegt, was viele innerhalb der CDU alarmiert hat. Neuere Berichte – etwa auf 'Süddeutsche', 'FAZ', 'Spiegel' und 'Zeit' – betonen, dass die Stimmung unter Unionspolitikern angespannt ist: Viele fürchten, dass Bundesthemen und das bundesweit schwache Abschneiden der CDU zusätzliche Wahlkampfschäden anrichten könnten. Inzwischen setzt die CDU auf eine Strategie der persönlichen Präsenz von Bundespolitikern wie Friedrich Merz vor Ort, bleibt aber angesichts der dynamischen Lage nervös.

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