FDP-Anhängerschaft setzt Hoffnungen in Kubicki – Mehrheit der Deutschen bleibt skeptisch

Nicht mal ein Drittel der Menschen in Deutschland glaubt daran, dass Wolfgang Kubicki die FDP aus ihrem Tief holen kann. Nur die Unterstützer seiner eigenen Partei zeigen echten Optimismus.

heute 07:04 Uhr | 6 mal gelesen

Muss man hoffen oder darf man schon verzweifeln? Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer glauben nur 27 Prozent der befragten Deutschen, dass Wolfgang Kubicki die FDP wieder auf einen erfolgreichen Kurs bringt – das war’s dann aber auch schon mit dem Optimismus. Fast doppelt so viele (56 Prozent) haben daran starke Zweifel, und 17 Prozent sitzen irgendwo zwischen Baum und Borke: unentschieden oder schlicht ratlos. Ein interessanter Randaspekt: Unter den FDP-Stammwählern herrscht tatsächlich ein ganz anderer Tonfall. Da sind satte 84 Prozent überzeugt, dass Kubicki die liberale Partei aus der Talsohle lotsen kann. Bei den anderen Parteien bleibt es – freundlich gesagt – verhalten: 38 Prozent der AfD- und 33 Prozent der CDU/CSU-Wähler geben Kubicki eine Chance. Bei den Grünen und Linken liegt diese Zustimmung im unteren Zehnerbereich, exakt bei 11 Prozent. Es wirkt fast wie der Versuch, einem kaputten Motor mit gutem Willen Starthilfe zu geben. Interessant ist dabei: Kubicki hat in einer Kampfabstimmung gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann das Ruder übernommen. Vielleicht so ein Moment, in dem sich eine Partei mutig, vielleicht sogar trotzig neu aufstellen will. Klar ist: Nach dem Millionenrückschlag bei der letzten Bundestagswahl – am Ende war es die berüchtigte 5-Prozent-Hürde, an der die FDP scheiterte – ist die Zukunft der Liberalen erstmal offen.

Wolfgang Kubicki, frisch gewählter Vorsitzender der FDP, steht vor einer Mammutaufgabe: Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung sieht in ihm den passenden Hoffnungsträger für einen Wiederaufstieg der Partei. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hält einen Durchbruch mit Kubicki für unwahrscheinlich – außer die eigenen Parteianhänger, dort genießt er starken Rückhalt. Vor allem nach dem historischen Scheitern der FDP an der 5-Prozent-Hürde spitzte sich in der Partei zuletzt die Suche nach Verantwortlichen und neuen Konzepten zu. Inzwischen ist die öffentliche Diskussion um den Kurs der FDP erneut entbrannt. Schwerpunkte liegen dabei auf der Frage, wie die Partei wieder junge Wähler ansprechen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen kann. Kubicki stößt parteiintern auf Hoffnung, bleibt aber im Rest der politischen Landschaft vor allem Projektionsfläche für Zweifel und Zwischenrufe. Recherchen aktueller Stimmen in Leitmedien zeigen, dass manche Beobachter den Richtungswechsel bei den Liberalen als überfällig einschätzen – andere sprechen offen von einer strategischen Krise, die sich nicht allein durch neue Köpfe lösen lässt.

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