Die Funke-Mediengruppe meldete, dass der CDU-Wirtschaftsrat klare Worte gefunden hat: Kurz vor der endgültigen Bundestagsdebatte über die geplante Absenkung der Luftverkehrssteuer wurde ein kompletter Verzicht auf die Steuer gefordert, um Deutschland für Airlines wieder attraktiver zu machen. Generalsekretär Wolfgang Steiger argumentierte, das geplante kleine Entgegenkommen bringe kaum Entlastung – tatsächlich brauche man die radikale Lösung. Zusätzlich zur Abschaffung schlägt Steiger geringere Flughafenentgelte und sinkende Gebühren vor. Vom Wegfall der Steuer, so seine Überzeugung, hätten auch die Verbraucher was – Fliegen könnte günstiger werden, Arbeitsplätze und Fluglinien würden vielleicht zum Standort zurückkehren. Denkbar sei, dass mehr Luftverkehr am Ende sogar höhere Steuererträge brächte. Ein Dorn im Auge ist Steiger zudem der Vorschlag, die Kosten durch Kürzung des Verkehrsetats aufzufangen. Er sieht bei den konsumtiven Ausgaben weitaus mehr Spielraum. Beim Blick ins europäische Ausland ziehe Deutschland den Kürzeren: Laut Steiger habe sich der Passagierluftverkehr hier nur minimal entwickelt, während Länder wie Polen und Frankreich stark zulegten. Verantwortlich dafür seien unter anderem hohe Gebühren und Steuern – sie hätten Airlines zu einem großen Bogen um Deutschland bewegt. Schlummernde Befürchtung: Deutschlands Flughäfen könnten irgendwann nur noch Randnotizen im internationalen Flugplan sein.
Der CDU-Wirtschaftsrat fordert energisch die Abschaffung der Luftverkehrssteuer in Deutschland; er sieht in der aktuellen Steuerlandschaft einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil für hiesige Flughäfen. Konkret sei das deutsche Wachstum im Luftverkehr im Jahrzehnt deutlich hinter anderen europäischen Ländern zurückgeblieben, was laut aktuellen Zahlen und Stimmen aus der Branche tatsächlich zutrifft – die Branche sieht im Zusammenspiel aus Steuerlast, hohen Gebühren und wirtschaftspolitischem Zögern einen Standortnachteil. Neue Berichte betonen, dass viele Airlines ihre deutschen Strecken ausdünnen, Destinationen streichen oder ganz auf andere Drehkreuze setzen, um Kosten zu sparen; der Bundesregierung wird dabei vorgeworfen, zu träge und ängstlich zu agieren. Demgegenüber stehen Stimmen aus Umweltverbänden und Transportpolitikern, die eine Senkung oder gar die Abschaffung der Luftverkehrssteuer kritisch sehen, etwa mit Blick auf Klimaschutz und die Debatte um sozial gerechte Mobilität. Offen bleibt somit, wie sich das politische Tauziehen entwickelt – das Schicksal der Luftverkehrssteuer ist also noch keineswegs abschließend geklärt. In den letzten 48 Stunden werden die Debatte und ihre Hintergründe von zahlreichen Medien intensiv beleuchtet.