Chrupalla kündigt Parteiausschluss von Eichwald an

Nach einem kontroversen Auftritt bei der neuen AfD-Jugendorganisation stellt Co-Parteichef Tino Chrupalla klar: Alexander Eichwald hat für ihn in der AfD keinen Platz mehr.

01.12.25 20:22 Uhr | 67 mal gelesen

Manchmal lässt sich Politik auf eine einzige Szene verdichten – so war das wohl am Wochenende, als Alexander Eichwald auf der Gründungsveranstaltung der 'Generation Deutschland' ans Mikrofon trat. Tino Chrupalla, der Co-Vorsitzende der AfD, reagierte prompt: 'Er ist vor zwei Monaten eingetreten, wahrscheinlich nur für diesen Zweck, und dann hält er so eine Rede', sagte er bei ntv. Chrupalla ging sogar noch weiter und erklärte, Eichwald werde die Partei wieder verlassen müssen. Offiziell wurde ein Parteiausschlussverfahren angestoßen. Das Thema: Eichwalds Rede, mit der er eigentlich einen Vorstandsposten der neuen Jugendorganisation ergattern wollte. Was genau ihn zu diesem Schritt getrieben hat, bleibt rätselhaft – aber Chrupallas Haltung ist eindeutig. Solchen Auftritten will beziehungsweise kann man in der AfD-Spitze offenbar keinen Raum geben.

Tino Chrupalla bekräftigte, dass Alexander Eichwald nach seinem fragwürdigen Auftritt bei der Gründung von 'Generation Deutschland' nicht mehr in der AfD erwünscht ist. Hintergrund ist ein mittlerweile eingeleitetes Parteiausschlussverfahren, das Eichwalds umstrittene Bewerbungsrede als Hauptgrund nennt. Der Fall spiegelt die internen Grabenkämpfe der Partei wider und verdeutlicht den Versuch der AfD-Spitze, sich von extrem problematischen Mitgliedern zu distanzieren – ein Balanceakt, der angesichts entsprechender öffentlicher Aufmerksamkeit, auch mit Blick auf Beobachtungen durch den Verfassungsschutz, immer wichtiger erscheint. Laut mehreren Medienberichten ist innerhalb der AfD ein Strategiewechsel zu beobachten, nachdem mehrfach radikale Strömungen in der Partei für Negativschlagzeilen sorgten. Außerdem wurde die AfD-Jugendorganisation ‚Junge Alternative‘ vor kurzem als rechtsextrem eingestuft, was zusätzlichen Druck auf die Partei ausübt. Einige Beobachter vermuten, dass die Gründung von 'Generation Deutschland' auch im Zusammenhang mit diesem Image-Problem steht.

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