Deutschland, Italien und Frankreich haben sich auf neue, striktere Maßnahmen bei der Migrationspolitik geeinigt: Neben intensiveren Grenzkontrollen und schnelleren Abschiebungen sollen sogenannte „Return Hubs“ die Rückführung ausreisepflichtiger Personen besser koordinieren. Besonders im Fokus steht auch das konsequente Vorgehen gegen Schleuser, denen das Handwerk gelegt werden soll – ein Ansatz, der europaweit Zustimmung findet, aber praktische Herausforderungen mit sich bringt, etwa bei internationalen Kooperationen. Kritische Stimmen aus der Zivilgesellschaft warnen, dass solche Verschärfungen allein die Probleme nicht lösen können, weil Flucht oft aus existenziellen Notlagen erwächst. Politisch allerdings rückt der Kurs im Rahmen des geplanten EU-Asylpaktes wieder stärker zu Abschottung und Kontrolle – begleitet von einer Debatte über Wirksamkeit und Humanität der Maßnahmen. In den letzten Tagen wurde dieses Thema in zahlreichen Medien kontrovers diskutiert: So berichtete die taz von Kritik an den geplanten Maßnahmen wegen möglicher Menschenrechtsverletzungen, während die Süddeutsche Zeitung auf die Notwendigkeit multilateraler Abkommen hinwies und die Zeit eine Einordnung der innenpolitischen Motive der Regierungen bot.