Komisch eigentlich: Fast die Hälfte – genauer gesagt 46 Prozent – der Befragten sind überzeugt, dass die rasant gestiegenen Benzinpreise auf das Konto der Ölunternehmen gehen. Das ergab eine frische Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, diesmal aufgelegt für die 'Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung' (FAS). Übrigens: Kaum eine Handvoll, nur 7 Prozent, sieht den Iran-Konflikt oder ähnliche geopolitische Spannungen als Hauptverantwortliche. Interessant auch, dass fast genauso viele, nämlich 45 Prozent, meinen, dass sowohl die Konzerne als auch äußere Krisen verantwortlich sind – alles also irgendwie ein großes Gemenge.
Seit Anfang April dürfen Tankstellen erst mittags, Punkt zwölf, die Preise erhöhen – eine Art kleiner Anker inmitten chaotischer Märkte? Laut FAS-Auswertung springen die Preise dann im Mittel um etwa sieben Cent, sinken danach sukzessive bis zum Vorabend (18 Uhr) und dümpeln über Nacht gemütlich vor sich hin. Lediglich am nächsten Morgen, nach halb acht, geht’s nochmals minimal nach unten. Bemerkenswert: Die deutlichsten Preissprünge melden Städte, in denen Tanken eigentlich günstiger ist – paradoxerweise.
Übrigens, die Umfrage aus Allensbach lief von Ende März bis Mitte April 2026, face-to-face und mit insgesamt 1.057 Stimmen. Nicht gerade repräsentativ für das ganze Land? Bleibt Geschmackssache; ein Muster erkennt man trotzdem.
Die Umfrage zeichnet ein Bild verbreiteter Skepsis gegenüber Mineralölkonzernen, was vermutlich durch die allseits empfundenen Belastungen an der Zapfsäule verstärkt wird. Die Mittagsregel zur Preiserhöhung hat das Preisgeschehen in einen fast mechanischen Rhythmus gezwängt, doch der Effekt – vor allem höhere Sprünge in günstigen Städten – lässt viele ratlos zurück. Der Anteil derer, die politische Krisen als Hauptauslöser sehen, bleibt verschwindend klein; das Problem scheint für viele schlichtweg eine Frage von Konzernmacht und Preispolitik zu sein. Ergänzend dazu zeigen aktuelle Medienberichte, dass weiterhin Unsicherheit über die Rolle von Konzernstrategien, internationalen Krisen und staatlichen Eingriffen herrscht – die Preisdynamik bleibt undurchsichtig und sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Viele Experten fordern mehr Transparenz auf dem Benzinmarkt und eine konsequente Überwachung von Preisabsprachen sowie Missbrauchsfällen (vgl. taz.de, sueddeutsche.de, zeit.de).