Deutschland trinkt anders: Ost-Fanta, Süd-Spezi und der wahre Sommerhit ist Wasser

Der Flink-Report zum Trinkverhalten 2025 offenbart skurrile Unterschiede: Fanta-Fans im Osten, Spezi-Jünger im Süden, Aperol in Berlin und ganz unscheinbar auf Platz Eins – Wasser. Überraschungen inklusive.

heute 09:15 Uhr | 3 mal gelesen

Ein Sommer wie damals, das kühle Getränk in der Hand – oder war es doch mal wieder nur Leitungswasser statt bunter Brause? Flinks frische Zahlen zeigen: Unser Durstverhalten ist so vielfältig wie die Landkarte selbst. Fanta – man glaubt es kaum – wird im Osten deutlich häufiger genossen als anderswo. Spezi, das berühmte Cola-Orangen-Gemisch, begeistert nicht nur Bayerns Stammtische, sondern holt auch im Osten kräftig auf. In Berlin spaziert Spezi eher unter dem Radar durch den Warenkorb.

Für Softdrinks gilt: Jede Region hat ihre eigene Handschrift. Im Norden bleibt Fritz-Kola auch 2025 der ungekrönte Champion, Rivalen chancenlos. Coca-Cola punktet am stärksten im Süden, während die Hauptstadt lieber mal zu ausgefalleneren Varianten greift. Am Ende steht trotzdem ein klarer Sieger fest: Das meistverschlungene Getränk dieses Sommers war schlicht und einfach Wasser – keine große Geschichte, eher eine stille Revolution, die in den Bestellungen steckt.

In Berlin ticken die Uhren anders: Aperol, Radler, Gin Tonic – die Vielfalt ist fast schon wild, Balkon oder Straße wird kurzerhand zum Tresen erklärt. In keiner anderen Stadt landet mehr Mix und Aperitif im Warenkorb. Die Berlinerinnen und Berliner wollen alles auf einmal, trinken quer durch den Sommer: vom Eistee bis Energy, von Rosé bis Wassereis-Ersatz.

Aperol erlebt ohnehin Hochkonjunktur in ganz Deutschland, sobald die Tage länger werden. Jetzt aber im Rekord: Im Juni schnellt der Absatz in Spitzenhöhe, vor allem in Berlin – gefolgt von Köln, Hamburg und München. Die Sommerromanze der Deutschen mit dem Spritz ist nicht mehr zu übersehen.

Und Bier? Pils kommt im Winter zum Einsatz, Radler übernimmt in der heißen Saison. Überholspur für Biermischgetränke: Berlin ist der Radler-Marktführer, den Klassiker Pils lassen die Großstadtmenschen links liegen. Im Süden bleibt dagegen das Münchner Helle unschlagbar. Im Norden: Pils. Keine Frage, kein Sommer ohne kleine regionale Streitigkeiten.

Gin Tonic? Das Bar-Feeling wandert nach Hause. Tonic Water wurde 2025 im Sommer beinahe doppelt so viel bestellt wie in der Kälte. Die Begeisterung konzentriert sich in Berlin, aber auch anderswo erwischt man inzwischen öfter Gin samt Wacholder-Laune im Warenkorb.

Noch so ein kleiner Showstopper: Hamburg als Stadt für Rosé? Ja – rosige Aussichten an der Elbe. Gerade im Juli wird in Hamburg eifrig Rosé entkorkt. Der Süden kann da fast nicht mithalten.

Die Flink-Analyse zum Sommer 2025 zeigt, dass das Trinkverhalten deutschlandweit regional geprägt ist und manchmal Erwartungen auf den Kopf stellt: Während Fanta klarer Favorit im Osten ist und Spezi den Rivalitätsmythos zwischen Bayern und Osten weiterlebt, dominiert Wasser als stiller Gewinner die gesamte Sommerzeit. Auch die Getränkekultur in Berlin überrascht durch ihre Vielfalt und Experimentierfreude – Aperol, Gin Tonic und Radler sind hier weit beliebter als das klassische Pils, das vor allem im Winter getrunken wird. Hamburg präsentiert sich dagegen als Rosé-Zentrum des Nordens. Neuere Berichte auf taz.de und süddeutsche.de bestätigen, dass Lieferdienste wie Flink und Gorillas das Konsumverhalten weiter verändern: Besonders die schnellen Lieferzeiten führen dazu, dass Getränke spontaner und vielfältiger bestellt werden, was auch zu regionalen Überraschungen in den Statistiken führt. Die Zeit berichtet ebenfalls, dass sich Alkoholkonsum insgesamt eher zu Mixgetränken und alkoholarme Varianten im Sommer verschiebt – Wasser und alkoholfreie Alternativen gewinnen rasant an Marktanteil.

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