Markus Frohnmaier: „Mit voller Absicht – natürlich bin ich nach Russland gereist“

Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier widersetzt sich der Kritik an seiner Reise nach Russland und sieht sich durch das Vorgehen der Bundesregierung in die Defensive gedrängt.

heute 09:03 Uhr | 3 mal gelesen

Markus Frohnmaier von der AfD zieht eine klare Linie: Seine Reise ins Umfeld des Kreml sei kein Alleingang gewesen, sondern offiziell abgesegnet. Im Gespräch mit RTL und ntv betonte er, das Ganze sei im Vorfeld sauber mit der Fraktion und Parteispitze durchgesprochen worden – so, wie es eben das Regelwerk verlangt. Es sei quasi Teil seines 'Jobs', wie er sagt, sich mit Ansprechpartnern aus aller Welt zu beschäftigen – seien es Amerikaner, Chinesen oder eben Russen, aus „außenpolitischer Sorgfalt“, wenn man so will. Der Vorwurf, er bringe die deutsche Sicherheit durch seine Verbindungen nach Russland in Schieflage, trifft bei ihm jedoch auf schroffe Ablehnung. Statt sich zu rechtfertigen, dreht er den Spiess um: Die eigentliche Gefahr für Deutschland, so Frohnmaier, gehe von der aktuellen Bundesregierung aus. Die negativen Einschätzungen seiner Kreml-Kontakte hält er für politisch motiviert: Hinter solchen Warnungen stünden schließlich Leute, die von der Landesregierung ernannt wurden, „deren Meinung nehme ich, ehrlich gesagt, wenig ernst.“ Muss man sich also Sorgen machen? Frohnmaier zuckt mit den Schultern – für ihn: „viel Lärm um nichts“.

Die Kontroverse um Markus Frohnmaiers Russlandreise reiht sich in eine Vielzahl ähnlicher Vorfälle ein, bei denen die AfD wegen mutmaßlicher zu enger Kontakte zu russischen Regierungskreisen ins Licht der Kritik geraten ist. Während Frohnmaier betont, sich an alle Vorschriften gehalten zu haben, sehen Sicherheitsexperten und Vertreter anderer Parteien nach wie vor eine Grauzone – gerade angesichts aktueller Warnungen westlicher Geheimdienste vor russischer Einflussnahme. Zuletzt häufen sich Berichte über russische Desinformationskampagnen in Deutschland, die Stimmungsmache besonders im Vorfeld der Europawahl zum Ziel haben – was die politische Debatte weiter aufheizt.

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