Es gibt diese Spiele, die sich irgendwie einbrennen – sei es wegen eines grimmigen Regengusses oder jener nervös vibrierenden Stille, kurz vor dem finalen Knall. Vielleicht war es an diesem Abend im Stuttgarter Stadion ein Hauch von beidem. Freiburgs Eggestein erwischte die Hausherren auf dem falschen Fuß, markierte in der 28. Minute die Führung. Die Stuttgarter Fans ahnten: Jetzt wird es zäh. Nach der Pause weckte Deniz Undav in der 70. Minute die Hoffnung neu – plötzlich drängte Stuttgart wild entschlossen auf das zweite Tor. Die Freiburger, mittlerweile tief eingeschnürt wie ein dicker Pullover, verteidigten, leidenschaftlich, fast panisch, schafften es aber in die Verlängerung. Dort bleibt Stuttgart am Drücker – Aluminium, Torwart, irgendwie immer etwas dazwischen. Es schien, als wolle das Schicksal noch ein bisschen pokern. Doch die 119. Minute brachte die Erlösung: Tiago Tomás, assistiert von Bouanani, netzt ein. Stuttgart feiert, und vielleicht dachte mancher: Fußball kann so mühsam wie schön sein. Endspiel, wir kommen.
Der VfB Stuttgart hat nach langer Durststrecke wieder einen Finaleinzug im DFB-Pokal geschafft, nachdem sie den SC Freiburg in der Verlängerung bezwangen. Während Freiburg früh in Führung ging, dominierte Stuttgart vor allem in der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung, musste aber lange auf das entscheidende Tor warten. Mit dem späten Sieg durch Tiago Tomás lebt nun die Hoffnung auf den ersten Pokaltriumph seit Jahrzehnten und ein Highlight für eine ohnehin starke Saison. Gleichzeitig sorgt das knappe Aus für Frust bei den Freiburgern, die lange ihre Chance witterten. Ergänzend dazu zeigen aktuelle Medienberichte, dass sich die Euphorie in Stuttgart mit einer gesunden Prise Selbstzweifel und Stolz mischt, während Freiburg auf Aufbauarbeit setzt – und damit auf bessere Tage im nächsten Jahr.