Abschied von Jörg Schönenborn: WDR-Rundfunkrat würdigt Programmdirektor

Köln – Nach über einem Jahrzehnt an der Spitze des Programmbereichs verabschiedet sich Jörg Schönenborn vom WDR-Rundfunkrat. Schönenborn wandert jedoch nicht in den Ruhestand, sondern übernimmt in Zukunft sichtbare journalistische Aufgaben bei der ARD, darunter Moderationen bei den 'Tagesthemen' und dem 'Presseclub' sowie die Fortführung der Wahlberichterstattung.

heute 18:42 Uhr | 3 mal gelesen

Rolf Zurbrüggen, der Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats, fand bei der offiziellen Verabschiedung warme Worte für Schönenborn: 'Jörg Schönenborn hat mit seiner Aufgeschlossenheit, seinem klaren Kompass und einer seltenen Integrität nicht nur unseren Sender geprägt, sondern auch Orientierung geboten – immer mit einem Blick für die Vielfalt.' Auch auf menschlicher Ebene habe es stets Respekt und echte Zusammenarbeit gegeben. In zwölf Jahren als Programmdirektor hat Schönenborn den WDR entscheidend ins digitale Zeitalter geführt, Programmvielfalt gestärkt und den crossmedialen Umbau mitgestaltet. Ob Fiktion oder Information: Schönenborns Handschrift findet sich in vielen großen Projekten wieder. WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau lobte ihn als Garanten für fundierten, vertrauensvollen Journalismus und betonte seinen riesigen Erfahrungsschatz, von dem ARD und Publikum auch künftig profitieren werden. Dass sich Schönenborn jetzt wieder voll auf seine journalistische Arbeit bei der ARD konzentrieren will, ist für viele ein logischer Schritt. Vierzig Jahre Sendeerfahrung prägen eben nicht von ungefähr.

Jörg Schönenborn verlässt nach zwölf erfolgreichen Jahren den Posten des Programmdirektors 'Information, Fiktion und Unterhaltung' beim WDR und wird fortan journalistisch bei der ARD tätig sein. In seiner Zeit beim WDR hat er den Sender maßgeblich gewandelt: Er trieb die Digitalisierung voran, forcierte den crossmedialen Umbau und legte einen Fokus auf vielfältige Perspektiven. Laut aktuellen Medien zeigen sich viele Stimmen – auch jenseits des WDR – beeindruckt vom bleibenden Einfluss Schönenborns auf den deutschen Qualitätsjournalismus. Ergänzend berichten neue Artikel, dass der WDR derzeit vor weiteren Umstrukturierungen steht, wobei auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt im Zeichen der Transformation steht. Die Rolle erfahrener Journalisten erhält dabei besonderes Gewicht, denn angesichts der Debatte über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, beispielsweise durch Sparmaßnahmen, ist ein sensibler, erfahrener Umgang mit Programm und Personal zunehmend gefragt.

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