US-Märkte im Rückwärtsgang – Rohöl klettert weiter

Am Donnerstag gerieten die US-amerikanischen Aktienindizes unter Druck. Zum Schlussgong in New York notierte der Dow Jones bei 49.310 Punkten – rund 0,4 Prozent schwächer als am Vortag. Auch S&P 500 und Nasdaq 100 rutschten ab, während der Ölpreis deutlich anzog.

23.04.26 22:27 Uhr | 2 mal gelesen

Donald Trump ließ am Donnerstag auf seinem eigenen Social-Media-Kanal wissen: 'Ich habe alle Zeit der Welt, aber der Iran nicht.' Die Uhr ticke, meinte er, kaum jemand stehe dabei weniger unter Druck als er selbst. Ein Deal, laut Trump, käme nur dann zustande, wenn er 'angemessen und zum Vorteil der USA, unserer Verbündeten – und letztlich der ganzen Welt' ausfällt. Gleichzeitig präsentierte sich der Euro am Abend ein wenig schwächer: Für einen Euro wurden 1,1684 Dollar bezahlt. Oder anders herum waren für einen Dollar 0,8559 Euro fällig – keine großen Sprünge, aber ein erkennbarer Trend. Gold hingegen zeigte einen Preisrückgang, mit 4.695 Dollar pro Feinunze (-0,9 Prozent). Umgerechnet ergibt das etwa 129,19 Euro je Gramm. Stark nach oben ging es indes beim Öl der Sorte Brent: Gegen 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit notierte das Barrel bei 106,00 US-Dollar – ein Plus von 4,0 Prozent gegenüber dem vorherigen Börsenschluss. Interessant, dass sich ausgerechnet in unsicheren Zeiten die Rohstoffmärkte sprunghafter zeigen als die Aktienindizes.

Die Lage an den US-Börsen spiegelt aktuell eine gehörige Portion Verunsicherung wider, nicht zuletzt wegen der stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Während die wichtigsten Leitindizes schwächer schlossen, gab es am Rohölmarkt starke Preisanstiege – was auch mit geopolitischer Unsicherheit und OPEC-Förderdrosselungen in Verbindung gebracht wird. Neuere Recherchen ergeben, dass Anleger zunehmend auch auf die jüngsten US-Inflationsdaten und Zinssignale der US-Notenbank Fed zurückblicken, während der Anstieg beim Öl-Preis die Inflationsängste erneut anheizt. Experten diskutieren, inwiefern Rezessionssorgen und Lieferkettenprobleme die Märkte bremsen könnten, und werfen Fragen nach der mittelfristigen Rohstoffversorgung auf.

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