Drei Teams wollen bei Satellitenmission 'Spock 2' der Bundeswehr mitmischen

Mit ungewöhnlichen Allianzen treten Airbus, Rheinmetall und OHB in den Wettbewerb um das Hightech-Aufklärungsprojekt 'Spock 2' ein – und holen dabei Start-ups sowie Mittelständler mit an Bord.

heute 12:59 Uhr | 4 mal gelesen

Laut vertraulichen Informationen, zitiert vom 'Handelsblatt', werfen gleich drei große Industriekonzerne – Airbus, Rheinmetall und OHB – ihr Gewicht in die Waagschale, um am Bundeswehrprojekt 'Spock 2' beteiligt zu werden. Das eigentlich Überraschende: Für dieses Milliardenprojekt holen sich die Schwergewichte diesmal gezielt kleine Tech-Firmen und Hidden Champions ins Boot. Ein derartiger Schulterschluss zwischen Big Playern und Start-ups war in der Branche zumindest in dieser Offenheit eher selten zu beobachten. Der Hintergrund ist ambitioniert: 'Spock', genauer gesagt 'Spacesystem for persistent operational tracking', steht für eine neue Generation von Satelliten, die mit Radaraugen und Spezialkameras das Geschehen auf der Erde in Echtzeit verfolgen können – militärische Entscheidungsgrundlagen, die unmittelbarer und detailreicher kaum denkbar sind. Der Startschuss für diese bunte Konsortien-Bildung soll im Rampenlicht der Internationalen Luftfahrtmesse in Berlin fallen. Grüß aus dem All – und vielleicht grüßt am Ende eben nicht nur ein Unternehmensgigant, sondern ein ganzer Projektzug an deutschen Innovationsspezialisten.

Im Rennen um das 'Spock 2'-Projekt fordern Airbus, Rheinmetall und OHB mit neuen, erweiterten Konsortien die Zukunft der militärischen Weltraumüberwachung heraus – und setzen dabei ungewohnt konsequent auf Kooperation mit dynamischen Mittelstands- und Start-up-Partnern. Das geplante System soll mit fortschrittlicher Radar- und Kameratechnik ein bislang unerreicht präzises Lagebild für die Bundeswehr liefern; das Auftragsvolumen wird auf rund fünf Milliarden Euro taxiert. Erklärtes Ziel ist es, deutsche Know-how-Bündel wettbewerbsfähig gegen internationale Konkurrenz zu positionieren und gleichzeitig frischen Wind in die bisher eher konservativ verteilten Industrienetzwerke zu bringen. Ergänzende Recherche: Die Entscheidung für das 'Spock 2'-Projekt fällt in einer Zeit wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen, darunter die Verschärfung geopolitischer Spannungen und zunehmende Bedeutung digitaler Aufklärung im militärischen Bereich. Die Bundesregierung signalisiert laut SPIEGEL und FAZ Interesse, die deutsche und europäische Souveränität bei sicherheitsrelevanter Satellitentechnik zu stärken, um Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern zu reduzieren. Zugleich wird diskutiert, wie sinnvoll die milliardenschweren Investitionen bei bestehenden Haushaltsengpässen sind und ob der private Sektor genügend Innovationskraft bietet, um das Spock-System wirklich auf Spitzenniveau zu bringen.

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