Dynamo Dresden ringt Magdeburg im Ostduell nieder

Im mit Spannung erwarteten Samstagsduell hat Dynamo Dresden beim 1. FC Magdeburg einen knappen und umkämpften 2:1-Erfolg errungen.

24.01.26 22:41 Uhr | 3 mal gelesen

Der Start ins Spiel verzögerte sich merklich, weil die Fans auffällig viel Pyrotechnik zündeten – klar, bei solchen Derbys liegt elektrisch aufgeladene Stimmung förmlich in der Luft. Danach ging es sofort intensiv los: Dresden legte ein forsches Pressing aufs Parkett, stellte die Gastgeber konstant unter Druck, sodass die ersten Chancen – zum Beispiel durch Lemmer – nicht lange auf sich warten ließen. Doch ausgerechnet Magdeburg jubelte zuerst: Nach 29 Minuten versenkte Zukowski einen klugen Pass von Atik zum 1:0. Davor: Aluminium in Dresden-Not – ein Schlenzer von Zukowski knallte an den Innenpfosten, das hätte böse ausgehen können. Die Freude währte nur kurz: Nach einer Ecke passte Magdeburgs Keeper Reimann nicht auf, sodass Amoako im zweiten Versuch zum 1:1-Ausgleich einnetzte (34.). Noch vor der Pause der nächste Nackenschlag für die Gastgeber: Dresden drängte, Amoako legte quer, Reimann konnte den Ball abwehren, Keller stand goldrichtig und jagte das Leder zum 2:1 ins Tor (45+3.). Ein fahler Beigeschmack, wie oft sich Magdeburg in der Defensive verschätzte. Die zweite Hälfte gefiel niemandem so recht: Immer wieder Stopp durch Verletzungen und Pyro-Einlagen aus dem Gästeblock. Nach Wiederaufnahme des Spiels kam Magdeburg immerhin irgendwann ins Rollen, hatte auch gute Szenen wie Nollenbergs Schuss, der Zentimeter am Kasten vorbeistrich. Doch Dresden hielt eisern stand und verteidigte clever. Trotz Magdeburger Dauerdruck zum Schluss wollte der Ausgleich nicht mehr fallen. So stehen am Ende wichtige drei Punkte für Dynamo im Abstiegskampf – während Magdeburg rutscht.

Ein durchaus wildes Ostderby, bei dem Dynamo Dresden den 1. FC Magdeburg mit 2:1 schlägt. Dresden agierte über weite Strecken dominanter und nutzte auch etwas fahrige Momente der Magdeburger Defensive konsequent. Für beide Teams bleibt die Tabellensituation prekär; Dresden verharrt auf Platz 17, Magdeburg auf dem unsicheren 14. – eine Verschnaufpause sieht anders aus. Im Zuge meiner Recherchen entnahm ich, dass das Spiel stark von Fanausschreitungen und wiederholtem Einsatz von Pyrotechnik überschattet wurde. Die intensiven Sicherheitsvorkehrungen rund um solche Ostderbys sind inzwischen Alltag für Einsatzkräfte, aber besonders die langen Unterbrechungen im zweiten Durchgang wurden von Fans wie Verantwortlichen scharf kritisiert. Beide Mannschaften rangieren weiterhin im unteren Tabellendrittel, was die Drucksituation in den kommenden Wochen wachsen lässt: Für Dynamo könnte der Sieg jedoch neuen Mut entfachen – ein zartes Pflänzchen Hoffnung im Abstiegssog.

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