E3 demonstrieren Entschlossenheit: London als Bühne für neue Ukraine-Solidarität

Mit einer geballten Botschaft treten die Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien – also die E3 – erneut an die Öffentlichkeit: Ihre Unterstützung für die Ukraine soll nicht nur anhalten, sondern, wenn nötig, auch noch verstärkt werden. Nach einem Treffen in London gemeinsam mit Wolodymyr Selenskyj fordern sie, Europa und die USA müssten enger zusammenrücken. Außerdem machen sie klar: Militärische Hilfe und politische Rückendeckung für die Ukraine bleiben oberste Priorität.

07.06.26 22:49 Uhr | 3 mal gelesen

In London kam es zu einem diplomatischen Schulterschluss der besonderen Art. Die Spitzenpolitiker – Merz, Macron und Starmer – sowie der ukrainische Präsident Selenskyj zeigten vereint Haltung gegen die anhaltende Aggression Russlands. Besonders nach den jüngsten Angriffswellen auf ukrainische Städte war der Tenor eindeutig: Die Opfer bekamen ihre Anteilnahme ausgesprochen, gleichzeitig wurde die Dringlichkeit unterstrichen, noch mehr Schutzsysteme – sprich: moderne Abwehrtechnologien – bereitzustellen. In Gesprächen am Rande tauchte wieder das alte Dilemma auf: Wie lange kann und darf Europa noch zögern? Die E3 mahnten jedenfalls, die Sicherheitslage in Europa insgesamt nicht zu unterschätzen. Ein weiterer Punkt, der überraschend klar benannt wurde: Die Unantastbarkeit nationaler Grenzen – so simpel, so elementar. Doch in diesen Tagen braucht es manchmal das Offensichtliche. Nicht ganz ohne Seitenhieb gegen Russland fordern die E3 einen sofortigen Waffenstillstand.

Die E3 betonten im Rahmen ihres Treffens in London einmal mehr, dass die Sicherung der Ukraine auch der eigenen Sicherheit Europas diene, nicht zuletzt, um weitere militärische Eskalationen auf dem Kontinent zu verhindern. Neben militärischer Unterstützung diskutierten die Politiker auch über wirtschaftliche Hilfen und den Wiederaufbau – allerdings wurden Details bewusst vage gehalten. Auffällig war die unverändert kritische Haltung gegenüber Russland, verbunden mit der Forderung, internationale Prinzipien wie die Unverletzlichkeit der Grenzen zu achten.

Aktuelle Hintergrundrecherchen zeigen: Nach dem Londoner Treffen rücken verstärkte Waffenlieferungen und gemeinsame Ausbildungsinitiativen in den Fokus. Zudem wird in verschiedenen EU-Hauptstädten diskutiert, wie die Abhängigkeit von US-Militärhilfen reduziert und eigene Kapazitäten gestärkt werden können. Auch wird zusehends die Frage gestellt, wie man die Bevölkerung auf einen möglicherweise länger andauernden Konflikt einstellt – und diese kommunikativ mitnimmt.

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