Ein Jahr Trump 2.0: Vier ZDF-Dokus werfen Blick auf ein polarisiertes Amerika

Mainz – Was treibt Donald Trump tatsächlich an, seitdem er nach seiner umstrittenen Wiederwahl erneut im Weißen Haus sitzt? Genau dieser Frage gehen gleich mehrere ZDF-Dokumentationen nach, ein Jahr nach seiner zweiten Amtseinführung. Mit kritischem Fokus widmen sich die Filme den politischen Erschütterungen, gesellschaftlichen Verschiebungen und dem zunehmenden Schweigen des US-Kulturbetriebs – und versuchen einen Blick in Vergangenheit wie Zukunft.

heute 17:24 Uhr | 2 mal gelesen

Donald Trump – Der selbsternannte Monarch?

Schon zwölf Monate nach Amtsantritt hat Trump, so stellen es die Filmemacher von Elmar Theveßen und Annette Brieger dar, den Rahmen des politischen Spiels in Washington gesprengt – mit einer Mischung aus Ignoranz gegenüber dem Kongress, eigenwilligen Dekreten und dem Aufweichen von Checks and Balances. Die Doku "Donald Trump – König im Weißen Haus?" schaut exemplarisch auf die Verfassungskrise in Trumps Amerika, mit Stimmen wie Alyssa Farrah Griffin, John Bolton und Randy Manner. Wer es genauer wissen will: Am 20. Januar 2026 ist die Sendung online ab 10 Uhr und zur Prime Time um 20.15 Uhr im TV zu sehen, flankiert von Theveßens Statements bei "Volle Kanne" und "Markus Lanz".

Macht, Wandel, Gegenwind – das zweite Trump-Jahr

Die Dokumentation "Trumps Amerika – Macht, Wandel, Widerstand" (18. Januar 2026, ZDFinfo) dokumentiert, wie der Präsident und seine Entourage innerhalb kurzer Zeit politische Koordinaten verschoben haben. Mit 22 Dokus im Rahmen eines USA-Thementages und einer langen Ausgabe, die auch auf ARTE schon gelaufen ist, wird nachgezeichnet, wie international wie auch in Kleinstädten der Umbruch zu spüren ist – von marodierenden ICE-Razzien bis zu neuen Allianzen im Dunstkreis des Oval Office.

aspekte: Wenn amerikanische Kultur zum Schweigen gebracht wird

Für "aspekte" reist Jo Schück durch Ostküsten-Metropolen, trifft Künstlerinnen und Autoren, die sich plötzlich in die Defensive gedrängt sehen – von der engagierten Museumskuratorin bis zur feministisch protestierenden Kunstaktivistin. Die Doku "Das Verstummen der Kunst" (23. Januar 2026, abends im ZDF) porträtiert einen Kulturbetrieb, der seit Amtsantritt Trumps zwischen Anpassung, Widerstand und Verzweiflung schwankt. Zwischendurch schimmert immer wieder Hoffnung auf, wenn sich Stimmen gegen das neue Klima der Angst aufbäumen.

Terra X History: Demokratie im Stresstest

Ohne Scheu vor historischen Parallelen wirft "Terra X History" (24./25. Januar 2026) unbequeme Vergleiche auf: McCarthy, Watergate, NSA, Trump. Die Sendung gräbt tief in der Geschichte und fragt, ob die US-Demokratie einen weiteren Großangriff auf ihre Grundwerte überstehen kann oder ob Geld, Religion und Macht diesmal endgültig das Recht aushebeln.

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Die vier ZDF-Dokumentationen nehmen das erste Jahr von Donald Trumps zweiter Präsidentschaft zum Anlass, eine kritische Bestandsaufnahme der USA vorzulegen. Im Mittelpunkt stehen die Gefährdung demokratischer Institutionen durch Trumps autoritären Regierungsstil, die tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüche und die Angriffe auf die Unabhängigkeit von Kunst und Medien. Die Filme verdeutlichen anhand von Zeitzeugengesprächen, internationalen Vergleichen und historischen Rückblicken, wie unter Trump alte Gräben neu aufbrechen und wie Fragilität und Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Gesellschaft im Jahr 2026 auf die Probe gestellt werden. – Laut Informationen aus aktuellen Pressespiegeln wird parallel in US-Medien und politischen Kreisen hitzig debattiert, ob mit einer weiteren Amtszeit Trumps auch ein dauerhafter Richtungswechsel der Weltmacht USA zu erwarten ist. Mehrere renommierte Medien berichten zudem jüngst, dass sich das politische Klima im Land weiter polarisiert hat – mit erstarkenden Protestbewegungen, aber auch mit einer Welle von Selbstzensur in Kultur und Wissenschaft. Offen bleibt, ob es den US-Institutionen gelingt, sich gegen diesen Druck dauerhaft zu behaupten oder ob eine neue Ära der illiberalen Demokratie anbricht.

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