Ein Vierteljahrhundert „Alle Wetter!“: Von Frankfurter Dachterrasse zum ARD-Zentrum

Frankfurt am Main – Kaum zu glauben, aber die Wettershow „Alle Wetter!“ ist schon seit 25 Jahren ein Fixpunkt im hr-fernsehen. Was 2001 mit Experimentiermut und einem Blick vom Main Tower begann, mündete später im bundesweit renommierten ARD-Wetterkompetenzzentrum. Zum Jubiläum am 15. Januar lässt das Team die bewegtesten Momente aus über 6.500 Sendungen Revue passieren.

08.01.26 14:49 Uhr | 12 mal gelesen

Angefangen hat alles recht bescheiden: Ganze acht Minuten Sendeplatz standen „Alle Wetter!“ zum Start im Jahr 2001 zur Verfügung. Zentral war von Beginn an das unmittelbare Erleben des Wetters – erst unter freiem Himmel auf dem Main Tower, dann, ab 2015, hoch oben auf dem Dach des hr-Funkhauses. Durch den stetigen Zuspruch des Publikums wurde das Format 2006 verlängert: Fortan luden 15 Minuten, geschickt vor die „Hessenschau“ platziert, zu Wetter, Wissenschaft und ein bisschen Wetterphilosophie ein. Seitdem ist die Sendung, die meist von Thomas Ranft präsentiert wird, zu einer Institution im hr-fernsehen gereift – konstant mit etwa 200.000 treuen Zuschauenden und um die 15 Prozent Marktanteil. Heute, als Teil des ARD-Wetterkompetenzzentrums, spielt „Alle Wetter!“ auf einer noch größeren Bühne: Das Zentrum produziert täglich ein gigantisches Volumen an Wetterbeiträgen quer durch die ARD-Landschaft – von der nüchternen Tagesschau über Extra-Formate wie „Wetter vor acht“ bis hin zum locker-informativen Stil von „Alle Wetter!“. Ergänzt werden die TV-Angebote durch Radiospots und digitale Vorhersagen für Websites und Teletext. „Wir können Wetter spannend und vielfältig präsentieren – mal kurz und faktisch, mal ausführlich und unterhaltsam“, so Silke Hansen, Leiterin des Kompetenzzentrums. Apropos Geburtstag: Auch das Boulevardmagazin „Maintower“ wurde am selben Tag 2001 erstmals ausgestrahlt und ist mit ähnlich beachtlichem Zuspruch fester Bestandteil im hr-Abendprogramm.

Ein Vierteljahrhundert „Alle Wetter!“ spiegelt eine bemerkenswerte Entwicklung wider: Was einst als kleine Nische begann, hat sich durch konstante Publikumsbindung, innovative Präsentation und die Einbindung ins ARD-Wetterkompetenzzentrum zu einer Marke mit bundesweiter Strahlkraft gemausert. Interessant ist, wie Wetterberichterstattung im Fernsehen nicht nur informieren, sondern auch verbinden und unterhalten kann – etwas, das gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme und Klimadiskussionen an Bedeutung gewinnt. Ergänzend dazu beobachten Medienanalysten einen wachsenden Wunsch nach regional zugeschnittenen, verständlichen Wetterinformationen, die „Alle Wetter!“ geradezu exemplarisch erfüllt – während das 2020 gegründete Kompetenzzentrum mit neuester Technik in Sachen Digitalisierung, Prognose-Tools und interaktiven Formaten Maßstäbe setzt. Nach aktueller Recherche finden sich jüngste Beiträge zur Relevanz und Weiterentwicklung regionaler Wettersendungen, der Bedeutung von Lokaljournalismus auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie zu den Herausforderungen der Digitalisierung im Wetterbereich: - Die taz berichtet in einem jüngst erschienenen Artikel über die Rolle lokaler Medienformate wie „Alle Wetter!“ für die kritische und alltagsrelevante Information der Bevölkerung; der Beitrag verweist besonders auf die Notwendigkeit, trotz Digitalisierung regionale Expertise nicht zu verlieren (Quelle: taz.de). - Die Süddeutsche Zeitung analysiert, welche innovative Bedeutung das ARD-Wetterkompetenzzentrum für die Entwicklung hochpräziser Wettermodelle beiträgt und wie die Erwartungen an transparente, verständliche Präsentation von Wetterdaten im TV wachsen (Quelle: sueddeutsche.de). - Die Frankfurter Allgemeine Zeitung setzt sich mit den geänderten Sehgewohnheiten beim Wetterfernsehen auseinander und hebt hervor, wie Sendungen wie „Alle Wetter!“ und „Maintower“ dem hr-fernsehen helfen, jüngere Zielgruppen zu erreichen – nicht zuletzt durch kluge Integration von Online- und Social-Media-Inhalten (Quelle: faz.net).

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