Manchmal habe ich das Gefühl, wenn Erwachsene über junge Menschen diskutieren, ist das ein bisschen wie ein Gespräch über Pflanzen auf einem Balkon: Sie sind mitten im Geschehen, aber niemand fragt sie, ob sie lieber Sonne oder Schatten wollen. Diesen Zustand will die Aktion der SOS-Kinderdörfer weltweit aufbrechen, indem sie am 20. Mai 2026 auf der re:publica zusammen mit jungen Initiativen, Politik und Aktivismus das Thema Jugendrechte ins Rampenlicht rücken.
Ob Fragen rund um Wehrpflicht, Schule, Stadtentwicklung oder soziale Sicherung – es sind besonders die Jugendlichen, die betroffen sind, aber eben selten endgültig etwas zu sagen haben. Warum eigentlich? Genau darum dreht sich die Diskussionsrunde im Raum Atrium 1: Wieviel Mitbestimmung ist real, und was müsste sich endlich ändern?
Höhepunkt: Die Verleihung der „BANGER & HÄNGER Awards“. Hier wird ohne Scheu gezeigt, wo Jugendbeteiligung funktioniert hat – und wo eben auch nicht. Das Format ist direkt und ehrlich, wie ein schnelles Gespräch in der Schulpause.
Moderiert wird das Ganze von Tessniem Kadiri, bekannt dafür, dass sie auch mal nachbohrt, wenn’s unbequem wird. Im Fokus: Wie können junge Menschen, angesichts von Kriegsängsten, Unruhe und Reformchaos, wirklich gestalten?
Wer Pressearbeit macht oder neugierig ist, dem wird sogar ein kostenloses Tagesticket geboten (solange der Vorrat reicht). Infos gibt’s auf jungundlaut.org und auch Kontakt zu den Verantwortlichen – falls jemand noch Fragen oder Gesprächsbedarf hat.
Die SOS-Kinderdörfer weltweit regen mit der „BANGER & HÄNGER Awards“-Veranstaltung auf der re:publica 2026 eine längst überfällige Diskussion um echter Jugendbeteiligung an – gerade jetzt, wo viele junge Menschen sich in politischen Prozessen übergangen fühlen. Angesichts aktueller globaler Unsicherheiten, gesellschaftlicher Irritationen und der fortlaufenden Reformdebatten ist es umso dringlicher, Jugendliche nicht nur als Betroffene, sondern als aktive Mitgestalter ernst zu nehmen. Die Aktion steht beispielhaft dafür, generationenübergreifenden Dialog zu fördern und Missstände genauso sichtbar zu machen wie positive Beispiele. Online-Recherche zeigt: Laut aktuellen Berichten diskutiert Deutschland derzeit kontrovers über das Wahlalter, die Qualität politischer Bildung und neue Formate, die Partizipation von Jugendlichen fördern sollen – etwa digitale Bürgerinitiativen oder Jugendparlamente. Die re:publica entwickelt sich außerdem immer mehr zu einem Brennglas solcher Debatten, in deren Zentrum zunehmend junge Generationen stehen. Jugendliche werden vielfach als Impulsgeber, aber auch als Protestierende sichtbar – ihre Sichtweisen fordern Politik und Gesellschaft zunehmend heraus.