Sicher grillen – aber bitte draußen!
Es klingt vielleicht banal, ist aber lebenswichtig: Gasgrills gehören ausschließlich nach draußen. Drinnen zu grillen, selbst wenn’s draußen eisig ist, ist ein No-Go – Stichwort Kohlenmonoxid und Brandgefahr. Wer schon mal versucht hat, den Grillwind auf dem Balkon auszutricksen, weiß, dass ein geschützter Ort Gold wert ist. Tipp am Rande: Ein bisschen Abstand zur Hauswand vermeidet Fettflecken, die später wie ein schlecht verstecktes Geheimnis an der Fassade prangen können.
Propan statt Butan: Das Gas entscheidet
Im Winter zeigt sich, wo das Gas die Flasche aufgehängt hat. Propan bleibt entspannt gasförmig bis minus 42 Grad, während Butan schon ab Nullgrad schlappmacht. Wer schon mal mit Butan im Januar grillen wollte, kennt das Dilemma – da kommt nur heißer Frust aus der Flasche. Propangas gibt’s in 5-, 8- oder 11-Kilo-Flaschen beinahe überall, und sie tragen zuverlässig durch kalte Nächte.
Die richtige Größe – Große Flasche, großer Grill
Nicht jeder Grill verträgt jede Flaschengröße. Zwei-Brenner-Modelle kommen mit fünf Kilo aus, für größere Ausrüstung sollte es mehr sein. Und eine zu kleine Flasche an einem zu starken Grill? Da lernt man schnell, was Vereisung heißt. Also: Je mehr Power, desto mehr Gas auf Vorrat.
Deckel zu! Sonst bleibt der Grill ein Kühlschrank
Im Winter ist der Deckel ein treuer Freund – immer schön zuhalten, sonst geht die ganze Wärme in die Nachtluft. Wer ständig linst, verzögert nur das Grillvergnügen. Deckelthermometer helfen, den Überblick zu behalten, ohne die Hitze zu verschenken. Profis drehen den Grill so, dass der Wind beim Öffnen direkt auf die Rückseite pfeift – klingt verrückt, wirkt Wunder.
Sauberkeit rettet Energie
Vieles läuft beim Wintergrillen schmerzlich langsam. Wer aber vor dem Ausbrennen mit Bürste reinigt, spart ordentlich Gas und Nerven. Je sauberer der Grill, desto schneller ist er heiß – und niemand muss sich im Winter unnötig lang die Finger abfrieren.
Flüssiggas: Unscheinbarer Alleskönner
Flüssiggas (LPG) mixt Propan und Butan, brennt aber angenehmerweise sauberer als man denkt. Biogenes Flüssiggas und zukünftiger Dimethylether (rDME) machen das Ganze noch grüner. Nicht nur fürs Grillen, sondern auch als Heizstoff, in Landwirtschaft und sogar als Autogas – erstaunlich vielseitig, dieser Stoff.
Wintergrillen mit dem Gasgrill gewinnt in Deutschland jährlich an Beliebtheit, und mit den richtigen Maßnahmen wird es zu einem sicheren Vergnügen. Wichtig dafür ist stets ein windgeschützter, offener Standort, die ausschließliche Nutzung von Propangas (da Butan unter null Grad schnell ausfällt) und die passende Flaschengröße für die Leistung des jeweiligen Grills. Durch rechtzeitige Reinigung und das Schließen des Grills bleibt die Grilltemperatur stabil; moderne Entwicklungen wie biogenes Flüssiggas oder bald Dimethylether erhöhen zudem die Nachhaltigkeit dieses Energieträgers.
Aktuelle Recherchen aus verschiedenen Quellen ergänzen das Bild:
- Laut „Der Spiegel“ nehmen die Umsätze und Nachfrage für energiesparende Grillgeräte und alternative Brennstoffe im Winter deutlich zu; insbesondere die Kombination aus Nachhaltigkeit und Komfort steht gerade in der kalten Saison bei vielen Grillern im Fokus Quelle: Der Spiegel.
- Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet über zunehmende Innovationen bei Gasgrills, unter anderem digitale Temperaturregler und verbesserte Isolierung für die Winterzeit. Außerdem wird auf die Umstellung auf biogene Brennstoffe und regional nachfüllbare Gasflaschen als Beitrag zum Klimaschutz hingewiesen Quelle: Süddeutsche Zeitung.
- „Zeit Online“ beleuchtet die wachsende Community der Wintergriller, die sich in virtuellen Foren austauscht, und hebt das wachsende Angebot an Workshops und Wintergrill-Events hervor, die besonders bei Hobbyköchen in urbanen Räumen beliebt sind Quelle: Zeit Online.