Gleich zu Beginn ging's ordentlich zur Sache: Harry Kane verwandelte schon in der zwölften Minute einen Elfer – die englischen Fans tobten. Doch Kroatien hatte noch Pfeffer: In der 36. Minute haut Martin Baturina das Ding aus der Distanz in die Maschen, und das Stadion hielt kurz vor der Pause den Atem an. Wieder Kane – Kopfball nach Ecke, das 2:1. Aber noch nicht Schluss: Noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit glichen die Kroaten durch Musa aus. Halbzeit. Nach dem Wechsel dann der Dosenöffner für England – Bellingham mit einem schnellen Treffer direkt nach Wiederanpfiff. Ab da kippte das Spiel endgültig zu Gunsten der Engländer. Sie ließen den Ball laufen, erspielten sich die Kontrolle und verhinderten nahezu jede kroatische Chance auf den Ausgleich. In Minute 85 setzte dann Marcus Rashford mit einem Schlenzer den Schlusspunkt. England – vor allem im zweiten Durchgang – wie ausgewechselt, Kroatien sichtlich erledigt. Für Trainer Tuchel ist das ein Start nach Maß. Die nächste Aufgabe: das Spiel gegen Ghana. Kroatien dagegen muss jetzt die Wunden lecken und sich auf Panama einstellen – leicht wird das sicher nicht.
Mit dem fulminanten 4:2 gegen Kroatien unterstreicht England seine Ambitionen bei der WM 2026. Besonders beeindruckend: Die offensive Wucht der Engländer nach der Pause und die taktische Disziplin, mit der sie das Spiel im zweiten Durchgang praktisch im Griff behielten. Kroatien hielt zwar die erste Halbzeit leidenschaftlich dagegen, musste aber nach dem Seitenwechsel Tribut zollen – eine eiskalte Chancenverwertung Englands und das hohe Niveau des Kombinationsspiels wurden zur klaren Ansage an den Rest der Gruppe. Interessanterweise diskutieren die Medien aktuell auch die Frage, wie sehr Englands neuer Trainer Tuchel sein Team bereits geprägt hat – taktisch gab es einige kleine Überraschungen. Während Kane erneut seine zentrale Rolle bestätigte, überzeugte insbesondere Jungstar Bellingham durch sein Positionsspiel. Der Sieg sorgt für Aufbruchsstimmung im englischen Lager; jedoch weisen Experten darauf hin, dass Schwächen in der Abwehr gelegentlich sichtbar waren. Wie das Team gegen dynamische Gegner wie Ghana oder Panama bestehen wird, bleibt also spannend.