Der zunehmende Klimawandel bringt auch für das deutsche Gesundheitswesen neue Herausforderungen: Gerade in den aktuellen Hochsommer-Tagen wird der Investitionsstau für Klimaschutzmaßnahmen, insbesondere Kühlung, schmerzhaft spürbar. Gerald Gaß von der DKG fordert ein milliardenschweres, mehrjähriges Investitionspaket, um Krankenhäuser baulich und technisch gegen extreme Temperaturen zu wappnen – kein reines Komfortthema, sondern längst eine Frage der Patientensicherheit und Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals. Die Kritik richtet sich besonders an die Bundesländer, die ihren Finanzierungspflichten bislang nicht ausreichend nachkämen; gleichzeitig warnt Gaß vor weiteren Einschnitten durch geplante Sparmaßnahmen, wodurch die Modernisierung der Kliniken weiter blockiert würde. Auch in verwandten internationalen Debatten wird sichtbar, dass der Hitzeschutz in öffentlichen Einrichtungen ein wachsendes Problem ist: Der Weltklimarat warnt regelmäßig vor Gesundheitsrisiken durch Extremwetter, und Städte wie Paris oder Madrid investieren bereits gezielt in die klimatische Nachrüstung öffentlicher Bauten und Krankenhäuser. In Deutschland stehen Bund, Länder und Kommunen vor der Frage, ob sie aus der aktuellen Hitzewelle die richtigen Lehren ziehen – entscheidend wird sein, ob ausreichende Mittel locker gemacht werden, um das Gesundheitssystem klimafest zu machen.