Europäische Antwort: Allianz der Auto-Nationen gegen Chinas Marktdruck

Brüssel will gemeinsam mit Großbritannien, Japan und Südkorea eine Art automobile Verteidigungslinie aufbauen – getrieben von der Angst vor der Übermacht billiger Autos aus dem Reich der Mitte.

heute 18:34 Uhr | 2 mal gelesen

Gerüchteweise, so munkele man in EU-Kreisen, steht eine ziemlich ambitionierte Autopartnerschaft zwischen der Europäischen Union, Großbritannien, Japan sowie Südkorea in den Startlöchern. Was dahintersteckt? Im Grunde ein Schachzug, um zu verhindern, dass Europas Straßen (und Werkhallen) von preiswerten Fahrzeugen chinesischer Hersteller überschwemmt werden. Klar, da ist Eigeninteresse im Spiel. Doch das Ganze geht tiefer: Die geplante Kooperation setzt auf wechselseitige Marktöffnung, einfacheren Zugang zu seltenen Rohstoffen wie Kobalt und Lithium – und soll als Bollwerk gegen Chinas dominierende Rolle dienen. Klingt auf Papier nüchtern, tatsächlich steckt aber ein komplexer Mix aus Selbstschutz, wirtschaftlicher Offenheit und geostrategischem Poker dahinter. Ob das am Ende ein ellenlanger Vertrag oder eher ein diplomatischer Spagat wird, bleibt noch abzuwarten.

Die neue Initiative – so berichten verschiedene Agenturen übereinstimmend – soll zum einen den gemeinsamen Auto-Markt stärken, zum anderen günstigen chinesischen Importen mit einheitlichen Regeln begegnen. Fahrzeuge aus den Partnerländern könnten bald unter denselben Bedingungen wie EU-Fahrzeuge verkauft und gefördert werden. Das drängt vor allem China an den Rand des europäischen Marktes. Darüber hinaus stehen Schutzzölle im Raum, wie sie schon im Stahlsektor angewandt wurden, um eigene Industrien vor Dumpingpreisen zu schützen. Frankreich und Deutschland treiben das Thema gemeinsam voran und pochen zusätzlich auf eine grünere Industrieausrichtung sowie nachhaltigere Rohstoff-Allianzen über den Atlantik hinweg. Der politische und wirtschaftliche Diskurs bleibt angespannt, da der Balanceakt zwischen Protektionismus, globalem Wettbewerb und Innovationsdruck in einer Welt im Wandel kein Selbstläufer ist. Aktuelle Recherchen zeigen zudem: Während China weiterhin massiv in E-Mobilität und Batterietechnologien investiert und damit die Märkte flutet, erweitern europäische Hersteller ihre Kooperationen und Lieferketten. Die wirtschaftlichen und politischen Spannungen zwischen Brüssel und Peking spitzen sich weiter zu – Zölle und Gegenmaßnahmen sind bereits Thema offizieller Verhandlungen. Gleichzeitig warnen Experten vor einer Abwärtsspirale des Protektionismus, die den globalen Technologiewettbewerb ausbremsen könnte.

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