Wenn man die nüchternen Zahlen beiseite schiebt und für einen Moment den Blick hinter die Statistik wirft: Es scheint fast, als atmete der deutsche Außenhandel im Februar 2026 ein wenig auf. Laut Destatis gingen Produkte im Wert von 135,2 Milliarden Euro ins Ausland, während 115,4 Milliarden Euro an Waren ihren Weg nach Deutschland fanden. Die Handelsbilanz? Ein sattes Plus von 19,8 Milliarden Euro – vielleicht kein Grund zum Feiern, aber für so manchen doch ein Zeichen von Robustheit.
Auffällig: Die EU bliebt wichtigster Absatz- und Beschaffungsmarkt. Exporte dorthin stiegen auf beachtliche 75,9 Milliarden Euro (+5,8 %), Importe auf 59,3 Milliarden Euro (+5,1 %). Interessant finde ich, dass vor allem die Geschäfte mit Nicht-Euro-Staaten der EU im Vergleich am stärksten zulegten – ein Fingerzeig vielleicht?
Kritischer Blick: Exportlücken gab’s trotz aller positiven Vorzeichen auch. Die Verkäufe in die USA zum Beispiel sanken um 7,5 % auf 12,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vormonat. Andererseits steigerte Deutschland seine Ausfuhren nach Großbritannien (4,1 % mehr) und China (wenn auch leicht rückläufig) blieb stabil in der Importstatistik – der Drache schläft nie? Überraschend: Die Exporte nach Russland schossen um 26,9 % nach oben, bei den Importen gab‘s dagegen einen Einbruch von 18,7 %.
Ein weiteres Detail, das ins Auge sticht: China bleibt mit 15,0 Milliarden Euro der größte Lieferant für deutsche Importe. Was das für die Unabhängigkeitsdebatten bedeutet, darüber könnten sich Ökonomen die Nächte um die Ohren schlagen. Fakt ist, trotz Turbulenzen bleibt der globale Handel für Deutschland – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch – ein wackeliges, doch zentrales Fundament.
Im Februar 2026 haben sich die deutschen Außenhandelszahlen nach einem schleppenden Winter deutlich erholt: Exporte stiegen im Monatsvergleich um 3,6 %, Importe sogar um 4,7 %. Die wichtigen Absatzmärkte befinden sich weiterhin in der EU, insbesondere mit Zuwächsen bei den Nicht-Eurozonen-Ländern. Einziger Dämpfer sind deutliche Rückgänge im Handel mit den USA sowie leichte Rückgänge beim Export nach China, während der Handel mit Russland volatil bleibt. Neuen Berichten zufolge zeigen sich jedoch erste Anzeichen, dass geopolitische Unsicherheiten und Lieferkettenprobleme weiterhin die Struktur des Handels beeinflussen könnten. Zudem gibt es Stimmen, die darauf hinweisen, dass der Exportüberschuss weniger schnell wächst als in den Vorjahren, was auf breitere strukturelle Herausforderungen hindeutet.