Das Familienministerium trat energisch Falschmeldungen entgegen, nach denen es in Zukunft neue Zwänge bei der Aufteilung des Elterngelds geben soll. Hintergrund der hektischen Diskussion sind anstehende Etatverhandlungen, die auch beim Elterngeld Einschnitte oder neue Regelungen erzwingen könnten. Inzwischen kursieren verschiedene Szenarien, aber Ministeriumskreise betonen – eine konkrete Entscheidung gibt es derzeit nicht. Neuere Medienberichte zeigen, dass die Koalition offenbar hinter verschlossenen Türen verschiedene Kürzungs- und Reformvorschläge abwägt. Zuletzt meldeten mehrere Zeitungen, dass etwa das Einkommen für Anspruchsberechtigte weiter abgesenkt oder die Gesamtdauer gekürzt werden könnte, aber auch eine verpflichtende Aufteilung zwischen den Eltern ist weiterhin Teil der Diskussion. Parallel fordert eine wachsende Zahl von Verbänden, das Elterngeld nicht aus Spargründen zu verschlechtern, sondern stattdessen partnerschaftlicher und leichter zugänglich zu machen. Familienministerin Lisa Paus (Grüne) bekräftigte in den vergangenen Tagen mehrfach, dass sich im Endspurt doch noch Änderungen ergeben könnten, die sowohl Sparzielen als auch familienpolitischen Ansprüchen gerecht werden sollen.