Fast 70.000 Schüler erhielten im ersten Quartal 2026 Katastrophenschutz-Training

Im ersten Quartal 2026 haben knapp 70.000 Schülerinnen und Schüler kostenfreie Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutz-Schwerpunkt absolviert – ein beachtlicher Schritt, aber laut den Grünen bei weitem nicht ausreichend.

heute 13:59 Uhr | 2 mal gelesen

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen, über die unter anderem die "Rheinische Post" berichtet hat, nahmen 69.008 Jugendliche an kostenlosen EHSH-Trainings teil. Diese werden von fünf anerkannten Hilfsorganisationen organisiert und sollen vor allem die Fähigkeit zur Selbsthilfe bei Katastrophen und Krisen stärken. Doch Vertreter der Grünen äußern sich kritisch und fordern mehr Engagement über die Schulen hinaus. Leon Eckert, Bundestagsabgeordneter der Partei, hält das Angebot für einen Anfang, aber kein Allheilmittel – auch Unternehmen und Freiwillige müssten eingebunden werden. Er bemängelt, dass das Innenministerium kaum Maßnahmen plant, um das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz gezielt zu fördern. Zudem würden zwar viele finanzielle Mittel in neue Technik fließen, doch die eigentliche Handlungsfähigkeit der Bevölkerung bleibe zu oft auf der Strecke. Eckert warnt: Moderne Sirenen helfen wenig, wenn kaum jemand weiß, was ihre Signale bedeuten oder wie man sich im Notfall verhält.

Im ersten Quartal 2026 haben laut Bundesregierung fast 70.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland kostenfreie Kurse für Erste Hilfe und Selbstschutz absolviert – ein Schritt, der die Resilienz in Krisensituationen stärken soll. Dennoch wird die Ausrichtung kritisiert: Vertreter der Grünen bemängeln, dass der Fokus zu einseitig auf die Schule gesetzt werde und weitere gesellschaftliche Gruppen wie Betriebe und Ehrenämter zu wenig einbezogen würden. Zusätzlich wird kritisiert, dass viele Ressourcen in den Ausbau technischer Systeme investiert werden, ohne gleichzeitig die Fähigkeiten und das Bewusstsein der Bevölkerung für den Ernstfall ausreichend zu fördern. Nach aktueller Recherche betonen Artikel aus verschiedenen Medien zudem, dass die Notwendigkeit breiter ehrenamtlicher Beteiligung wächst, weil die Komplexität potenzieller Katastrophen und die Zahl extremer Wetterereignisse zunimmt – und eine rein technologische Lösung die tatsächliche Prävention nicht ersetzen kann.

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