Laut aktueller Veröffentlichung des Bundesfinanzministeriums sind die Steuereinnahmen im Februar 2026 gegenüber dem Februar des Vorjahres rechnerisch um 1,6 Prozent gestiegen. Klingt erstmal nach Wachstum, aber das Bild ist komplizierter: Sogenannte Buchungseffekte – beispielsweise bei der Einfuhrumsatzsteuer oder Tabaksteuer – verzerren den Vergleich. Rechnet man diese Sondereffekte heraus, hätte der Zuwachs sogar deutliche 6,5 Prozent betragen.
Die größten Brocken bringen wie üblich die sogenannten Gemeinschaftsteuern. Hier steigt das Steueraufkommen konkret um 1,1 Prozent. Besonders auffällig war diesmal die Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge, die einen ordentlichen Sprung nach oben gemacht hat. Die Lohnsteuer wächst weiterhin fleißig (+4,5 Prozent). Hingegen sind Einnahmen bei der veranlagten Einkommensteuer und nicht veranlagten Steuer vom Ertrag im Vergleich zum Februar 2025 zurückgegangen. Das Körperschaftsteueraufkommen bleibt nahezu unverändert.
Auch bei den Bundessteuern gibt’s ein Plus von 4,3 Prozent. Während die Energiesteuer kräftig anzieht (+24,4 Prozent), sackt die Tabaksteuer – wegen einer besonderen Buchung – um beachtliche 19,9 Prozent ab. Der Einbruch ist jedoch kein echter Trend, denn die Einnahmen werden einfach im März nachgetragen.
Bei den Bundesländern sieht es ähnlich aus: Ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kräftige Anstiege zeigen sich insbesondere bei der Erbschaftsteuer (+9,9%) und auch die Grunderwerbsteuer kann leicht zulegen (+1,1%). Es bleibt aber abzuwarten, wie sich das angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten langfristig entwickelt.
Die Steuereinnahmen stiegen im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahr offiziell um 1,6 Prozent, was aber durch einmalige Buchungseffekte relativiert wird – tatsächlich hätte der Anstieg ohne diese bei etwa 6,5 Prozent gelegen. Auffällig ist der Zuwachs bei Lohn- und Energiesteuer, ebenso wie die Rückgänge bei Tabaksteuer (buchungstechnisch verschoben) und bei bestimmten Ertragsteuern. Die Abweichungen der einzelnen Steuerarten spiegeln auch aktuelle wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland wider: Etwa die weiterhin robuste Beschäftigungsentwicklung sowie deutlich gestiegene Energiepreise, mit denen der Staat profitiert. Nach neuesten Berichten aus Wirtschaftspresse und Politik wird zudem darüber diskutiert, wie sich die geplanten Steueranpassungen – etwa im Bereich der CO2-Bepreisung oder der Einkommensteuer – auf die Einnahmen auswirken könnten. Besonders die Energiepreise, die anhaltende Inflation sowie geopolitische Unsicherheiten, z.B. mit Blick auf den Ukraine-Krieg, werden zunehmend relevante Variablen für die Entwicklung der Steuereinnahmen in den kommenden Monaten. BUNDESWEIT betonen Kritiker außerdem, dass steigende Steuereinnahmen nicht zwangsläufig finanzielle Spielräume für neue Ausgaben bedeuten – da viele Mittel bereits fest für Schuldentilgung sowie Sozial- und Investitionsausgaben eingeplant sind.