Signal steht am Pranger. Andrea Lindholz findet: Ausgerechnet unsere Abgeordneten und ihre Mitarbeitenden schlittern unnötig ins Risiko, wenn sie weiterhin auf die US-App setzen. 'Wire', sagt sie, sei die bessere Antwort: keine Telefonnummern, keine freischwebenden E-Mails – mehr Sicherheit für alle, so das Versprechen. Und dann der Vorschlag, der so deutsch klingt wie Bedenken und Bürokratismus zusammen: Signal sollte kurzerhand auf allen dienstlichen Handys der Politik verboten werden. Interessant daran finde ich persönlich, wie wenig Glamour Wire eigentlich hat – keiner kennt es, aber plötzlich soll es der Schutzwall gegen Cyberangriffe sein? Der Bundestag hat Wire übrigens bereits als offizielles Tool im Angebot. Lindholz schiebt hinterher: „Jetzt müssen wir’s aber auch wirklich benutzen.“ Müssen wir? Muss die Politik? Spoiler: Ich glaube, an der Disziplin hapert’s tatsächlich öfter als an der Technik.
Andrea Lindholz setzt sich angesichts der jüngsten Cyberattacken auf Politiker-Kommunikation dafür ein, dass der Signal-Messenger in Regierung und Bundestag verbannt wird. Stattdessen befürwortet sie Wire, das durch anonyme Kommunikation und höheren Datenschutz überzeugen soll – Telefonnummern und E-Mails bleiben verborgen, Kontakte werden besser abgeschirmt. Aktuelle Analysen bestätigen: Mit der Zunahme an Hackerangriffen auf politische Institutionen verschärft sich die Debatte um digitale Souveränität und Kontrolle über Kommunikationskanäle, wobei auch andere europäische Lösungen wie Element oder Threema genannt werden.