In der aktuellen wöchentlichen Umfrage von Forsa, erstellt im Auftrag von RTL und ntv, muss die Union erneut Federn lassen: CDU/CSU rutschen auf 26 Prozent (-1), während die AfD mit einem Sprung von zwei Prozentpunkten nun 25 Prozent erreicht. Die Grünen bleiben mit 15 Prozent stabil und distanzieren die SPD deutlich, die mit mageren 12 Prozent stagniert und sich weiterhin auf niedrigem Kurs hält. Die Linke gibt einen Prozentpunkt ab (jetzt 10%), das BSW steht wie vergangene Woche bei 3 Prozent, und alle übrigen Parteien kommen zusammen auf 9 Prozent. Die FDP rutscht weiterhin unter die Drei-Prozent-Marke ab und wird unter 'Sonstige' geführt. Bemerkenswert: Ein Viertel der Befragten – also rund 25 Prozent – will gar nicht wählen oder ist noch unentschlossen. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Bundestagswahl. Noch eine Besonderheit: Die Union verliert auch beim Thema 'politische Kompetenz' an Vertrauen. Laut Forsa trauen nur noch 17 Prozent der CDU/CSU wirklich zu, die aktuellen Probleme zu lösen – 2 Prozentpunkte weniger als letzte Woche. Die AfD verbessert sich hier auf 13 Prozent (+2). Die Grünen legen um einen Punkt auf 8 Prozent zu, während SPD und Linke bei sehr niedrigen Werten verharren. Aber: Eine satte Mehrheit von 52 Prozent traut keiner Partei überhaupt zu, die großen Herausforderungen zu stemmen. Bundeskanzler Friedrich Merz? Bleibt ein Reizthema: Wie schon in der Vorwoche bewerten ihn nur 25 Prozent der Bevölkerung einigermaßen positiv, drei Viertel sind eher genervt oder offen unzufrieden. Die Umfrage entstand im Zeitraum vom 17. bis 23. März bei insgesamt 2.501 befragten Personen.
Die Union verliert laut Forsa-Umfrage erneut an Zuspruch und verzeichnet mit 26 Prozent einen knappen Vorsprung vor der AfD, die mit 25 Prozent weiter aufholt. Die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien nimmt zu: Über die Hälfte der Befragten kann keiner Partei zutrauen, die aktuellen politischen Probleme zu lösen. Besonders fällt auf, dass der Anteil der Unentschlossenen und Nichtwähler ungewohnt hoch ist – was auf eine wachsende Entfremdung vieler Menschen von der Politik hindeuten könnte. In den vergangenen Tagen wurde dieses Thema auf verschiedenen Nachrichtenseiten weiter diskutiert; insbesondere das Erstarken der AfD in Ostdeutschland fiel in mehreren Analysen auf, wobei häufig auf das Thema Migration sowie Unsicherheit in der Bevölkerung als Ursachen für den Zuspruch verwiesen wird. Die Union befindet sich intern offenbar in einer Debatte über ihren politischen Kurs – manche Stimmen fordern eine stärkere Abgrenzung von der AfD, andere drängen auf eine Konzentration auf Sachthemen und mehr soziale Themen. Außerdem wird häufig die anhaltend niedrige Zustimmung für Friedrich Merz als ungewöhnlich und riskant für die strategische Ausrichtung der Partei bewertet. In Vergleich zu zurückliegenden Umfragen zeichnet sich ein zunehmend instabiles Parteiengefüge ab, wobei kurzfristige Änderungen bei der Wählerstimmung immer stärker ausfallen.