Frauenrechte im Fokus: Baerbock kritisiert Umgang mit Epstein-Skandal

Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Vollversammlung, fordert nach den Enthüllungen um die Epstein-Akten einen deutlich besseren Schutz für Frauen und Opfer von Missbrauch – und übt dabei scharfe Kritik am bisherigen Umgang mit dem Thema.

heute 10:08 Uhr | 4 mal gelesen

Stellen wir uns das mal vor: Fälle von Kindesmissbrauch, ungeachtet aller Warnsignale und Hilferufe, werden jahrelang totgeschwiegen. Annalena Baerbock legt den Finger in diese offene Wunde und sagt ziemlich klar, dass es Zeit wäre, die eigenen Prioritäten zu checken – gerade für jene, die Frauenrechte bislang nur als 'Gedöns' abgetan haben. Sie spricht von etwas, das einen eigentlich fassungslos zurücklässt: einflussreiche Kreise, die sich gegenseitig tarnen, decken oder vielleicht sogar erpressen können. Zugleich unterstreicht Baerbock – man kann es schon fast hören, wie entsetzt und auch ein bisschen wütend sie klingt –, dass der Epstein-Komplex ein Lehrstück darin ist, wie gefährlich es sein kann, wenn gesellschaftliche Ungleichheit einfach weiterläuft. Besonders eindringlich ist ihr Appell an mehr Gleichstellung, auch weil in Chefetagen mit mehr Frauen weniger Platz für Korruption, Amtsmissbrauch und diese Art von Machtmissbrauch bleibt. Über diese Verbindung stolpert man beim ersten Lesen vielleicht, doch beim zweiten Lesen erscheint sie fast logisch: Je gemischter die Machtzirkel, desto schwerer können sich Einzelne verstecken.

Baerbocks deutliche Worte zum Epstein-Fall spiegeln die Dringlichkeit wider, Missbrauch konsequenter aufzuarbeiten und Opferschutz endlich ernst zu nehmen – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern ganz konkret, mit Konsequenzen für Täter und Netzwerke. Es geht ihr um mehr als Einzelpersonen: Der Skandal offenbart, dass gesellschaftliche und politische Strukturen immer noch große Lücken im Schutz für Schwächere oder für Frauen aufweisen. Zudem wurde in mehreren aktuellen Artikeln hervorgehoben, dass internationale Organisationen wie UN Women sowie NGOs zusätzlichen Druck machen, Gerichte und Regierungen transparenter zu kontrollieren und systemische Machtmissbräuche weltweit konsequenter aufzudecken. Neuere Entwicklungen zeigen, dass auch Opferanwälte lautstark lückenlose Aufklärung und die Stärkung von Whistleblower-Schutz verlangen. Erst im Rahmen des G7-Gipfels in Italien wurden Forderungen nach globalen Standards für Opferschutz, Strafen für Mittäter und faire Verfahren lauter. Besonders im Kontext der aktuellen Diskussion rund um die Rolle von Frauen in Führungspositionen gilt: Diversität in der Chefetage ist kein nettes Extra, sondern eine Schlüsselfrage für mehr Gerechtigkeit und weniger Korruption.

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