Der Handelstag an der Wall Street endete diesmal mit leichten Aufschlägen: Der Dow-Jones-Index schloss auf 50.135 Punkten, womit er den Handel im Vergleich zum vergangenen Börsentag ein wenig verbessert beendete. Beim S&P 500 machte sich ein Zuwachs von rund 0,5 Prozent bemerkbar, und auch der technologieorientierte Nasdaq 100 kletterte um 0,8 Prozent nach oben – was man vielleicht als Zeichen vorsichtigen Optimismus interpretieren könnte. Trotzdem machte sich unter Börsianern eine gewisse Nervosität breit – die Entwicklungen rund um den US-Arbeitsmarkt lasteten einmal mehr auf den Gemütern. Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets wurde sogar sehr deutlich: Bei den gut bezahlten Tech-Jobs sei die künstliche Intelligenz ein echter ‚Jobfresser‘ und könne deshalb nicht nur den Konsum gedrückter Tech-Beschäftigter schwächen, sondern auch für Unruhe auf dem Immobilienmarkt sorgen.
Die Unsicherheit ist also groß, auch weil wichtige Arbeitsmarktdaten erst mit Verspätung veröffentlicht werden. Lipkow rechnet daher damit, dass die Märkte vorerst auf der Stelle treten, bis der neue Bericht da ist. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Die US-Berichtssaison ist zwar fortgeschritten, aber viele mittelgroße Unternehmen müssen erst noch ihre Zahlen und – vielleicht sogar wichtiger – ihre Ausblicke für das kommende Jahr präsentieren. Und wie reagieren Anleger darauf? Zumindest nicht kopflos; eher scheint der Markt abzuwarten, manchmal ein wenig fahrig, aber keineswegs panisch.
Abseits der Aktienmärkte bewegte sich auch beim Euro einiges: Am Abend lag der Kurs bei 1,1916 US-Dollar – ein Zeichen für einen etwas festeren Euro. Der Goldpreis sprang um 2,3 Prozent nach oben und erreichte gut 5.080 US-Dollar je Feinunze. Und Öl? Auch der Preis für ein Fass Brent legte zu – auf rund 68,91 US-Dollar.
Die US-Börsen legten am Montag leicht zu, wobei vor allem der Dow Jones, S&P 500 und der Nasdaq 100 jeweils Zugewinne verbuchten. Im Hintergrund bleibt der Arbeitsmarkt ein Unsicherheitsfaktor: KI könnte gerade im Technologiesektor Arbeitsplätze kosten und so Auswirkungen auf Konsum und Immobilienmarkt zeigen. Auch beeinflussen die noch ausstehenden Unternehmenszahlen und die damit verbundenen Wirtschaftsprognosen weiterhin die Handelsstimmung – hinzu kommt ein gestiegener Eurokurs, sowie deutliche Preisanstiege bei Gold und Öl.
Erweiterung: Stand 4. Juni 2024 gibt es neue Entwicklungen: Laut Bloomberg erwartet die Wall Street mit Spannung die am Mittwoch anstehenden neuen Arbeitsmarktdaten, die entscheidend für die weitere Kursentwicklung sein könnten. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte zuletzt signalisiert, bei zukünftigen Zinsschritten vorsichtig agieren zu wollen, was sich stabilisierend auf die Märkte auswirkte. In vielen Berichten wird zudem auf die zuletzt starken Kursausschläge bei KI-Aktien wie Nvidia hingewiesen – ein Trend, der Analysten zufolge zu einer erhöhten Nervosität und Kursschwankungen führen könnte.