Rauchfrei aus Liebe: Partnerschaft als entscheidender Motivator

Nicht nur Lunge und Kreislauf, auch Beziehungen können leiden, wenn Zigaretten mit im Spiel sind. Interessant dabei: Viele lassen sich beim Rauchstopp von ihrem Partner oder ihrer Partnerin inspirieren – manchmal sogar entscheiden sie sich deshalb, endgültig aufzuhören. Ergebnisse einer Umfrage unter Nutzern einer Entwöhnungs-App stützen diese Beobachtung.

heute 11:28 Uhr | 2 mal gelesen

Viele Menschen nennen ihre eigene Gesundheit als hauptsächlichen Grund, das Rauchen aufzugeben – wenig überraschend. Trotzdem überrascht ein Detail: Rund 20 Prozent der Befragten sagten, sie hätten für eine Beziehung die Zigarette aus der Hand gelegt. Besonders spannend: Unter den aktuell rauchenden Singles könnten sich sogar 57 Prozent vorstellen, für Liebe und Zweisamkeit zum Nichtraucher zu werden – die Hoffnung auf Harmonie kann offenbar ziemlich motivierend sein. Die Umfrage mit etwa 400 Teilnehmern lief Anfang 2026 über die Smoke Free-App, die laut eigener Aussage Methoden der Verhaltenstherapie nutzt. Klar wird auch: Gerade der Wunsch eines Partners wirkt als besonderer Anstoß. Auffällig ist, dass Menschen eher für einen Nichtraucher-Partner aufhören, als ihren Partner beim Rauchstopp zu unterstützen – eine gewisse Selbstbezogenheit bleibt also, aber das Ziel zählt. Männer erleben das Rauchen übrigens stärker als Stressfaktor in der Beziehung (4,4 von 10), während Frauen mit 2,9 deutlich entspannter wirken. Nach dem Aufhören berichten vor allem Männer von einer spürbaren Verbesserung in der Beziehung (rund zwei Drittel) – bei Frauen sind es immerhin knapp 40 Prozent. Viele Singles empfinden das Rauchen außerdem als Stolperstein auf Partnersuche: Fast jeder Zweite in der Umfrage berichtete, Rauchgewohnheiten hätten beim Dating schon mal Sand ins Getriebe gebracht. Trotz alledem steht und fällt die Entscheidung mit der Gesundheit: Über 80 Prozent der Ex-Rauchenden nennen sie als Hauptgrund, auf finanzielle und optische Vorteile folgen mit leichtem Abstand. Die Umfrage gibt zwar ein interessantes Bild, ist aber nicht repräsentativ. Fun Fact am Rande: Smoke Free stammt aus London und wurde von Dr. David Crane gegründet. Die App ist seit Jahresbeginn 2025 dauerhaft als digitale Gesundheitsanwendung in Deutschland zugelassen. Weltweit haben sie bereits Millionen genutzt.

Bei der Entscheidung, das Rauchen aufzugeben, sind neben Gesundheit und Geld oft auch Beziehungsaspekte zentral – das zeigen aktuelle Befragungen von Nutzerinnen und Nutzern der Smoke Free-App. Besonders Singles geben an, dass die Aussicht auf Liebe sie zu einer Veränderung bewegen könnte. Trotzdem bleibt die eigene Gesundheit der stärkste Motivator, gefolgt von finanziellen Gründen, wobei Männer das Rauchen in Beziehungen als besonders belastend empfinden und ein Rauchstopp gerade für sie oft auch zu einer deutlichen Verbesserung der Partnerschaft führt. Interessanterweise kamen in aktuellen Medienberichten erneut Debatten auf, wie stark das Umfeld und die gesellschaftlichen Erwartungen den Erfolg von Entwöhnungsversuchen beeinflussen. Laut einem Artikel der "Süddeutschen Zeitung" ist das Umfeld entscheidend für dauerhaften Erfolg beim Rauchstopp: Soziale Unterstützung, etwa durch Partner oder Freunde, erhöht die Ausstiegswahrscheinlichkeit messbar. Unterdessen zeigt eine Analyse in der "FAZ", dass digitale Gesundheitsanwendungen wie Apps zwar hilfreich sein können, persönliche Motivation aber oftmals der Schlüsselfaktor bleibt.

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