München – Die Münchner Sicherheitskonferenz versammelt dieses Wochenende wieder Staatslenker, Minister und Expert:innen aus aller Welt. Im Fokus steht, wie tiefgreifend Europas Engagement für die eigene Sicherheit nach dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine sein muss – und ob das transatlantische Bündnis mit den USA noch uneingeschränkt trägt. Zwar reden viele über gemeinsame Verteidigung, doch was heißt das überhaupt? Praktisch? Sicher ist: Deutschlands politische und militärische Bedeutung wird neu ausbalanciert. Fraglich bleibt, wie konkret sich die EU verteidigungsfähig machen will, ob Abschreckung wirklich funktioniert und was ein nuklearer Schutzschirm heute bedeuten würde. Wie brüchig ist die Einheit? Wer trägt Verantwortung, wenn das „große Ganze“ mal bröckelt?
Dazu diesmal bei Caren Miosga zu Gast: Armin Laschet (CDU; Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag), Nicole Deitelhoff (Politikwissenschaftlerin), Gordon Repinski (Chefredakteur POLITICO Deutschland), und Christian Mölling (Sicherheitsexperte).
Hintergrundinfos zur Produktion: Die Sendung „Caren Miosga“ ist eine Kooperation der ARD, umgesetzt von MIO media im Auftrag des NDR. Redaktion: Bianca Leitner (NDR). Weitere, druckfähige Bilder gibt es regelmäßig montags bei www.ard-foto.de. Für Presseanfragen steht Dr. Lars Jacob (ARD-Programmdirektion) sowie Stephan Clausen (für Caren Miosga) bereit.
Die aktuelle Münchner Sicherheitskonferenz findet vor dem Hintergrund wachsender sicherheitspolitischer Spannungen in Europa und verschärfter Diskussionen um die Unterstützung der Ukraine und die Zukunft der NATO statt. Die Debatte dreht sich zunehmend um die Frage, ob und wie Europa auf eigene, unabhängige Verteidigungsfähigkeit drängen sollte, insbesondere angesichts einer möglichen Verschiebung der amerikanischen Außenpolitik. Nach Einschätzung mehrerer Medien herrscht dabei Unsicherheit, wie weit die Bereitschaft in Deutschland tatsächlich reicht, die militärische Ausgabe drastisch zu erhöhen und strategisch autonom zu denken; gleichzeitig wächst aber auch der Druck, regionale und globale Abrüstung, neue Bündnisse und resilientere Strukturen anzustoßen. Die anhaltenden militärischen Spannungen mit Russland und ein mögliches Wiedererstarken von Donald Trump in den USA geben der Diskussion zusätzliche Dringlichkeit. Daten aus den vergangenen 48 Stunden zeigen, dass auch die gesellschaftliche Debatte über Wehrpflicht und Verteidigungsbereitschaft eine neue Dynamik gewonnen hat.