Tja, wenn Zahlen sprechen könnten… Die US-Statistikbehörde gab am Freitag bekannt, dass die Inflationsrate im Januar auf 2,4 Prozent gesunken ist. Im Dezember lag sie mit 2,7 Prozent noch merklich höher. Monatlich betrachtet zogen die Verbraucherpreise nur leicht an, um gerade mal 0,2 Prozent. Eher nebensächlich, doch dennoch beachtet: Die sogenannte Kerninflation, also die Entwicklung ohne die oft schwankenden Energie- und Lebensmittelpreise, kam bei 2,5 Prozent heraus. Das ist ein minimaler Rückgang gegenüber dem Vormonat. Besonders ins Auge fällt diesmal: Energie wurde im Jahresvergleich 0,1 Prozent günstiger – letzter Monat brachte da noch einen Preissprung von 2,3 Prozent. Nahrungsmittel hingegen sind weiter ein Preistreiber, mit einem Plus von 2,9 Prozent (Dezember: 3,1 %). Kurios eigentlich, wie wenig Kontrolle man als Einzelner über diese Entwicklungen hat, aber jeder bekommt es beim Einkaufen zu spüren. Für viele Anleger ist die Inflation fast so etwas wie das Wetter – alle reden darüber, kaum jemand kann es beeinflussen. Die US-Notenbank Fed wird solcherlei Zahlen sicher nicht aus dem Auge lassen, immerhin entscheidet sie auf ihrer Basis, ob Kredite teurer oder günstiger werden. Und das wiederum hat spürbare Auswirkungen: Sei es beim Immobilienkauf oder auf den Aktienmärkten.
Die US-amerikanischen Verbraucherpreise haben im Januar an Tempo verloren: Von 2,7 Prozent im Dezember auf 2,4 Prozent im Januar hat sich die Teuerungsrate spürbar abgebremst. Analysten sehen darin einen Moment der Entspannung für die US-Wirtschaft. Nicht nur Energie, sondern auch Lebensmittel verteuerten sich langsamer – wobei gerade die gesunkenen Energiepreise den größten Ausschlag gaben. Die Federal Reserve dürfte angesichts des abnehmenden Preisdrucks zwar erleichtert sein, bleibt aber vorsichtig: Viele Experten rechnen damit, dass die Fed bei ihrer Zinspolitik noch abwarten wird, um weiteren Risiken vorzubeugen. Zugleich sorgen sich einige Ökonomen, dass inflationsbedingt aufgebaute Schulden bei sinkender Inflation gravierendere Folgen bekommen könnten. In aktuellen Berichten großer Medien wird zudem diskutiert, ob diese Entwicklung einen Wendepunkt in der Geldpolitik markiert oder nur eine vorübergehende Pause ist. Laut der New York Times gibt es auch regional erhebliche Unterschiede innerhalb der USA, welche die Gesamtinflation auf nationaler Ebene beeinflussen.