ARD Degeto Impuls Preis: 'Friendsmas' gewinnt – eine frische Weihnachtsperspektive aus München

Junge Filmemacherin setzt sich anlässlich der Berlinale gegen starke Konkurrenz durch: Die HFF-Studentin Kirsten Wiebke Otte wird für ihre moderne Weihnachtskomödie „Friendsmas“ von der ARD Degeto Film ausgezeichnet. Die Preisverleihung war eingebettet ins Thema 'Distribution' und Teil des Degeto Campus-Programms.

heute 15:00 Uhr | 3 mal gelesen

ARD Degeto ruft jedes Jahr kreative Köpfe deutschsprachiger Filmschulen dazu auf, innovative Ideen für ihren beliebten Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“ und die Mediathek einzureichen. Bei der neuesten (übrigens elften) Runde stand – und das war vielleicht erwartbar – das Thema 'A Christmas Comedy!' auf dem Zettel. Mehr als 30 Konzepte wurden gesichtet und diskutiert; am Ende überzeugte 'Friendsmas' von Kirsten Wiebke Otte die Jury einstimmig: Ihre augenzwinkernde, warmherzige Rom-Com rollt die (oft anstrengenden) Familienrituale der Feiertage aus einer modernen Perspektive auf. Auch die Suche nach Zugehörigkeit und die manchmal nötige Distanz zu Altbekanntem – diese Mischung hatte offenbar einen Nerv getroffen. Besonders gefallen hat den Entscheidern, dass das Drehbuch generationsübergreifend Laune macht: da trifft Entlieben auf Verlieben, Chaos auf Neuanfang. Dazu gibt’s noch einen Preis in Höhe von 7.500 Euro für die Fortentwicklung. Und worum geht’s konkret? Zwei Endzwanziger, die von der üblichen Festtagsroutine genug haben, machen sich per App auf die Suche nach Gleichgesinnten – und finden, wenig überraschend, eine neue Form von Familie. Seit 2014 unterstützt die Degeto mit dem Preis ambitionierte Talente, mehrere Gewinnerprojekte liefen bereits im Hauptabendprogramm, der nächste Film kommt übrigens 2026.

Mit 'Friendsmas' holt sich Kirsten Wiebke Otte in diesem Jahr den ARD Degeto Impuls Preis und überzeugt die Jury mit einer witzigen und gleichzeitig gefühlvollen Weihnachtsgeschichte, die klassische Familienthemen zeitgemäß aufs Korn nimmt. Die ARD Degeto will damit weiterhin Nachwuchs fördern und ein junges Publikum für sich gewinnen: Der Preis gibt Otte nicht nur Ansehen, sondern auch die Chance auf eine Weiterentwicklung mit erfahrenen Redakteuren und immerhin 7.500 Euro als Startkapital für ihr Treatment. Das passt in die aktuelle Branchenstrategie, den Fokus stärker auf frische Vielstimmigkeit, experimentelle Perspektiven und neue Erzählformen zu legen – dazu gibt es Berichte in mehreren Medien über den aktuellen Aufschwung junger Autor:innen und einen wachsenden Bedarf nach Familienunterhaltung, die klassische und moderne Elemente verbindet. Laut der Süddeutschen Zeitung verdichten sich Tendenzen, dass Streamer und Sender gezielt nach authentischen, gesellschaftsrelevanten Stoffen suchen, die den Publikumsgeschmack rund um das Thema Familie und Freundschaft spiegeln (Quelle: https://www.sueddeutsche.de). Die Zeit berichtet, dass auf der Berlinale dieses Jahr besonders viele Produktionen mit Generationenkonflikten und alternativen Familienkonzepten zu sehen waren, die auf große Resonanz stießen (Quelle: https://www.zeit.de). Ein Artikel bei t3n.de hebt hervor, wie Apps und digitale Plattformen zunehmend Teil zeitgenössischer Filmerzählungen werden, auch als Spiegel moderner Beziehungsdynamiken (Quelle: https://t3n.de).

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