Die Studie 'Wachstumspfade' von BCG und UnternehmerTUM beleuchtet, welches gewaltige Hightech-Potenzial in Deutschland noch brachliegt – vor allem aufgrund von zu wenig Kapital, fehlender Risikobereitschaft und einer oft zu zögerlichen Politik. Trotz exzellenter Forschung locken internationale Märkte immer mehr Unternehmen ins Ausland, während in hiesigen Innovations-Ökosystemen oftmals der historische Erfindergeist von Bürokratie und Sicherheitsdenken abgelöst wird. Besonders kritisch sind die Felder Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik und Biotechnologie, die laut der Studie für die industrielle Zukunft Deutschlands zentral sind: Hier braucht es eine bessere Verzahnung zwischen Forschung, Gründerszene, Wirtschaft und Politik – und eine wirkliche Priorisierung von Innovation, auch wenn das Mut zur Lücke erfordert. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass nicht nur Studienautor:innen, sondern auch führende Köpfe aus Wissenschaft und Wirtschaft fordern, den regulatorischen Dschungel zu lichten und gezielt mehr Kapital in strategisch wichtige Technologiebereiche zu lenken. Verschiedene Medien betonen, dass sich das Zeitfenster für einen grundlegenden Wandel schließt: Mehrere Regierungsinitiativen wie die “Hightech Agenda Bayern” wurden in den letzten Monaten ausgebaut, doch drängen Stimmen aus Start-up-Kreisen auf mutigere Programme und eine radikale Entbürokratisierung. Zugleich steigen die geopolitischen Risiken – Lieferengpässe, Handelskonflikte und internationale Technologiekriege verschärfen den Handlungsdruck: Wer jetzt nicht handelt, könnte für Jahre den Anschluss verlieren. Laut taz steht etwa die ‘Mission KI’ im Mittelpunkt derzeitiger politischer Debatten, dabei wird deutlich, dass Deutschland im internationalen Vergleich weiterhin zu wenig private Investitionen anzieht. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den schleppenden Ausbau von Chipfabriken und den zunehmenden Wettbewerb insbesondere durch amerikanische und asiatische Firmen, die zunehmend Schlüsseltechnologien nach Europa exportieren. Die FAZ hebt hervor, dass deutsche Forschungseinrichtungen zwar gut sind, aber Schwierigkeiten haben, ihre Entdeckungen schnell marktfähig zu machen – eine offene Flanke, die ausländische Unternehmen clever nutzen.
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