Premiere in Davos: Kirchner begegnet Picasso im Museum
Zum allerersten Mal wird das Kirchner Museum Davos ab Februar 2026 Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso gemeinsam in einer großen Ausstellung präsentieren. Etwa 100 Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Drucke – werden aus renommierten Museen und privaten Sammlungen zusammengetragen. Diese Schau rückt eine Künstlerbegegnung ins Licht, die zwar nicht im Leben, aber nun endlich in der Kunst stattfindet und damit einen lang gehegten Wunsch Kirchners nach gut einem Jahrhundert erfüllt.
heute 14:05 Uhr | 4 mal gelesen
Manchmal schreibt die Kunstgeschichte seltsame Drehbücher: Obwohl sich Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso nie persönlich die Hand schüttelten, bleiben sie Schlüsselfiguren der Moderne. Das Kirchner Museum Davos wagt jetzt erstmals, die beiden Titanen gemeinsam auszustellen. Wie eng ihre Werke nebeneinander stehen – und wie groß doch die Unterschiede – das wird in der Ausstellung laut Museumsdirektorin und Kuratorin Katharina Beisiegel besonders erfahrbar. Kirchners aktive Beschäftigung mit Picassos Stil und Motiven, oft mit kritischem Zwischenton, steht im Mittelpunkt. Die Sammlung umfasst etwa 100 Exponate, von Malerei bis Grafik – ausgeliehen von internationalen Institutionen. Öffentliche Besuche sind von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 18 Uhr möglich (montags bleibt die Tür zu), und wer sich informieren will, findet weitere Details sowie das passende Mediendossier online beim Kirchner Museum.
Das Kirchner Museum Davos plant für das Frühjahr 2026 eine bislang einzigartige Ausstellung, die Werke von Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso in einen direkten Vergleich stellt. Der Fokus liegt auf Gemeinsamkeiten und Unterschieden beider Künstler – insbesondere darauf, wie Kirchner sich in seinem Schaffen mit Picasso auseinandersetzte und sich von dessen Ideen inspirieren ließ oder abgrenzte. Solche Ausstellungskonzepte sind für Museen eine Möglichkeit, ausgetretene Pfade zu verlassen und frische Perspektiven auf berühmte Namen der Kunstgeschichte zu werfen – dies betonen zahlreiche Berichte auf aktuellen Kulturseiten, die zudem darauf hinweisen, wie das Museum mit dieser Gegenüberstellung einen zentralen Wunsch Kirchners nach langer Zeit erfüllt. Darüber hinaus erörtern viele Medien, wie Picassos Einfluss auf Kirchner durch die neue Forschung sichtbar wird und wie die Ausstellung Dialoge zwischen verschiedenen Stilen der Klassischen Moderne ermöglicht. Darüber hinaus zielt das Kirchner Museum mit seinem Programm auf eine breitere Auseinandersetzung über die Rolle von Kulturorten im Alpenraum und verankert dieses Projekt auch in regionalen Diskursen um Kunstvermittlung und Tourismus.