Neue Geschichten aus der 'DocuMe'-Reihe auf 3sat: Porträts über Mut und Wandel

Ab Mitte Februar zeigt 3sat wieder neue Episoden seiner Dokumentarfilmreihe 'DocuMe'. Ob eine Weltmeisterin im Speerfischen, eine Landwirtin mit tierischen Mitbewohnern, eine Künstlerin, die Paris ihr Zuhause nennt: Die sechs Kurz-Dokumentationen geben jungen Filmschaffenden Raum für überraschende Perspektiven und persönliche Geschichten. Die neuen Filme erscheinen ab 16. Februar 2026 in der Mediathek und laufen am 23. Februar und 2. März 2026 im TV.

heute 13:29 Uhr | 4 mal gelesen

Montag, 23. Februar 2026, 22:25 Uhr: 'DocuMe – Speara' – Im Mittelpunkt steht Mitsuki aus Japan, eine Meisterin des Speerfischens an Kaliforniens Küste. Regisseur Florian Baron zeigt, wie Mitsuki, die schon als Teenager alleine in die USA gekommen ist, heute zwischen Wasser und Alltag navigiert. Um 23:05 Uhr folgt 'DocuMe – Rosina. Ein Leben mit Tieren': Rosina lebt zurückgezogen auf einem niedersächsischen Hof unter geretteten Nutztieren. Ihr Hof wird zum Experimentierraum – sie teilt ihren Alltag mit Kühen, Ziegen und Co. Dann um 23:50 Uhr: 'DocuMe – Mama Micra' setzt auf animierte Bilder, um den Weg einer Frau nachzuzeichnen, die viel Zeit auf der Straße verbracht hat – unabhängig, widersprüchlich und berührend einsam. Der nächste Block am 2. März startet um 22:25 Uhr mit 'DocuMe – Hello new body, how are you today?': Laura, einst aktive Filmemacherin, erkrankt mit Anfang 30 an ME/CFS. Mühsam beschreibt sie, wie ihr Körper zur fremden Hülle wird und eröffnet Einblicke in ein Leben, das früher so anders war. Um 23:00 Uhr läuft 'DocuMe – Nikolai': Mit 17 stand Nikolai vor der Wahl: Jugendknast oder Therapie. Er ging den zweiten Weg, sucht seither Orientierung und erprobt ein Leben in der Suchthilfe. Den Abschluss bildet um 23:40 Uhr 'DocuMe – Alice in Paris'. Die russische Künstlerin Alisa Safina wagt mit nur ein paar hundert Euro einen radikalen Neustart in Paris. Filmemacher Mikhail Barynin dokumentiert Neugier, Mut und die bittersüßen Momente dieses Abenteuers. Weitere Infos und Pressekontakte finden Sie bei: ZDF/3sat Kommunikation, Tel.: +49 (0)6131 - 70-12108. Die Originalmeldung ist hier einsehbar: http://ots.de/5edaad

Die aktuelle Staffel der 3sat-Reihe 'DocuMe' nimmt Themen wie Neuanfang, Selbstfindung und gesellschaftliche Randbereiche unter die Lupe – stets mit künstlerischer Handschrift. Besonders fällt das Format durch seine Offenheit auf: Jede Episode wird von Nachwuchstalenten realisiert, die Biografien fernab des Mainstreams ausleuchten. Über die Themenschwerpunkte hinaus werden wichtige Diskurse um Inklusion (vor allem beim Film über ME/CFS), Migrationserfahrungen und Resilienz von jungen Menschen aufgegriffen, wodurch gesellschaftliche Reibungen und individuelle Überlebensstrategien sichtbar werden. Der künstlerisch-experimentelle Ansatz unterscheidet 'DocuMe' spürbar vom klassischen Fernseh-Doku-Einerlei — sei es durch Animationen, den Fokus auf Alltagsdetails oder das Zulassen rauer Brüche im Storytelling. Die Reihe arbeitet dabei auch daran, jüngeren Zuschauern und Filmschaffenden neue Vorbilder und Perspektiven an die Hand zu geben. Mit diesem Ansatz passt 'DocuMe' auch in einen größeren europäischen Trend: Der öffentliche Rundfunk will gezielt kreativen Nachwuchs fördern und Experimente auf die Bildschirme bringen. Weitere Recherchen: Die Krautreporter hoben zuletzt mehrfach die Bedeutung von mutigen, experimentellen Doku-Formaten hervor, da sie gesellschaftliche Nischen beleuchten und mediale Erzählmuster aufbrechen. Perspektive Daily berichtete über die schwierige Finanzierung von Nachwuchsprojekten in Deutschland, während taz.de jüngst eine Kolumne veröffentlichte, die die zunehmende Diversität und Experimentierfreude in öffentlich-rechtlichen Dokumentarserien lobt.

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