Am 29. Bundesliga-Spieltag hat der SC Freiburg die Mewa Arena mit einem knappen Sieg verlassen. Die ersten 45 Minuten kann man wohl getrost als zerfahren bezeichnen: Kaum spielerische Höhepunkte, stattdessen geprägt von kleinen Fouls, einigen holprigen Ballstafetten und einer Prise unruhiger Nervosität auf beiden Seiten. Mainz hatte tatsächlich die beste Gelegenheit, als Stefan Posch aus der Distanz nur das Aluminium traf – ein Raunen ging durchs Stadion, aber mehr passierte im ersten Durchgang nicht.
Der Start in Halbzeit zwei war dafür umso überraschender: Ein enorm weiter Einwurf, der ein wenig an längst vergangene Bolzplatzzeiten erinnerte, landete nach einer artistisch anmutenden Verlängerung direkt bei Höler, der beherzt per Kopf verwandelte. Freiburg nutzte diesen frühen Moment nach der Pause, um Ruhe ins eigene Spiel zu bringen, ließ Ball und Gegner laufen, war aber im Abschluss zu fahrlässig, um frühzeitig alles klarzumachen. Mainz bemühte sich, kam aber erst gegen Ende wieder in die Nähe des Ausgleichs. Besonders auffällig: Die Paraden von Mainz-Keeper Daniel Batz, der Schlimmeres verhinderte – und dennoch am Ende machtlos war. Die Schlussphase brachte durchaus Herzrasen für die Gäste, denn Widmer & Co. verzweifelten teils an der kompakten Freiburger Defensive. Unterm Strich blieb: Arbeitssieg für Freiburg, Mainzer Serie gerissen, wenig Glanz – aber solche Spiele braucht es eben manchmal.
Der SC Freiburg sichert sich auswärts mit 1:0 einen wichtigen Sieg gegen Mainz 05, wobei das einzige Tor kurz nach der Pause durch Lucas Höler fällt. Insgesamt war das Aufeinandertreffen eher von Taktik, Kampf und wenigen klaren Torchancen geprägt. Freiburg behauptet sich etwas deutlicher im Kampf um die Plätze im Tabellenmittelfeld, während Mainz nach einer starken Serie erstmals wieder ohne Punkte bleibt.
Während die Freiburger sich weiterhin Chancen auf einen Platz im europäischen Wettbewerb ausrechnen dürfen, steht Mainz im unteren Tabellendrittel – der Abstand auf die Abstiegsplätze schmilzt durch diese Niederlage weiter. Interessanterweise bewerteten zahlreiche Sportportale die Defensive beider Teams als herausragenden Faktor des Spiels; offensiv blieb besonders von den Gastgebern zu wenig. In den sozialen Medien wurde vor allem die konzentrierte, leidenschaftlich verteidigende Leistung der Freiburger hervorgehoben, die am Ende knapp, aber verdient gewannen.